Die NRW SPD muss ihren Pro-Kohle Kurs stoppen

Im Rahmen der derzeitigen schwarz-roten Koalitionsverhandlungen sind hochrangige Politiker*innen der NRW SPD mit Äußerungen aufgefallen, die die Stromerzeugung aus Kohleverbrennung glorifizieren. Teilweise wird sogar eine Subventionierung der Kohlekraftwerksbetreiber*innen gefordert.

Die Hauptargumente, die von sozialdemokratischer Seite genannt werden, sind der angebliche Erhalt von Arbeitsplätzen und die schwierige Finanzlage der Kommunen, die an den großen Energieversorgungsunternehmen finanziell beteiligt sind.
Für die Grüne Jugend NRW ist klar, dass dies lediglich vorgeschobene Argumente sind, die der SPD-Klientel dienen sollen. Kohlekraft ist sowohl regional als auch global verheerend. So bedeutet Kohleverstromung Umweltzerstörung vor Ort, Zwangs-Umsiedlung und einen immer unglaublich hohen Ausstoß an Co2. Hier sind die Kraftwerke und Tagebaue im rheinischen Braunkohlerevier nicht besser, als die Kraftwerke und Steinkohleabbaugebieten überall auf der Welt.
Von den Folgen des Klimawandels, sowie des Kohlebergbaus, sind besonders die wirtschaftlich benachteiligsten Menschen der Welt betroffen. Für diese Menschen gibt die SPD immer wieder vor, sich einzusetzen.
Eine Argumentation auf Basis von ”Arbeitsplätzen” ist unserer Meinung nach zwar grundsätzlich nicht zielführend. Aber selbst hier zeigt eine genauere Betrachtung, dass eine Weiterführung der Kohleverstromung Arbeitsplätze eher gefährdet, als eine zügige Energiewende.
Im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten bereits heute deutlich mehr Menschen als in der Kohlekraft. Besonders die Unternehmen aus dem Bereich der EEs brauchen Planungssicherheit, die durch ein ständiges hin und her in der Energiepolitik gefährdet ist.
Die finanziellen Probleme der Kommunen mit Aktien von Energiekonzernen sind zwar existent, aber die Probleme, die auf diesem Besitz basieren sind selbst verschuldet.
Schon seit Jahren ist die Energiewende in Umsetzung und die finanziellen Probleme von RWE, E.ON und Co. kommen nicht überraschend. Viele Kommunen hätten sich schon lange von den großen Energiekonzernen trennen können, doch besonders die verschiedensten Interessen der SPD, wie besonders Aufsichtsratsplätze, haben dies verhindert. Ein Beispiel hierfür ist die kürzlich in Dortmund beschlossene weitere Zusammenarbeit mit RWE. Die teilweise hausgemachten Probleme der Kommunen sind nun durch ein Zurückdrehen der Energiewende und ein Festhalten an der klimaschädlichen Kohle nicht zu lösen, sondern dies ist rückwärtsgewandt und nicht nachhaltig.
Wir fordern von der SPD, gerade in NRW, eine Korrektur ihres Kurses in der Kohlepolitik und ein Bekenntnis zur dezentralen Energiewende, auch in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU.
Eine Partei, die die Grünen zu ihrem Wunschpartner erklärt hat, sollte keine absolut anti-grüne Politik machen.

Beschlussfassung der Landesmitgliederversammlung am 9./10.11.2013 in Gelsenkirchen.

Wem gehört die Kommune? – Junggrüne Politik in die Räte tragen!

In enger Zusammenarbeit mit den junggrünen Aktiven vor Ort möchte die GRÜNE JUGEND NRW bei dem anstehenden Kommunalwahlkampf die Frage „Wem gehört die Kommune?“ in den Mittelpunkt stellen. Wir möchten es den Basisgruppen, durch ein möglichst breit gefasstes Themenspektrum, ermöglichen vor Ort individuelle Akzente zu setzen.

Auch wollen wir den Orts- und Kreisverbänden der GRÜNEN unterstützend zur Seite stehen. Hierzu erstellen wir einen Muster-Erstwähler*innenbrief und wollen die Aktiven vor Ort auf verschiedene Aktionsformen hinweisen. Hierzu wollen wir den Grünen NRW anbieten, unseren Erstwähler*innenbrief und unsere Materialien auch über ihre Verteiler zu verschicken.

Die GRÜNE JUGEND NRW wird vor dem Kommunalwahlkampf einen breiten Dialogprozess mit den aktiven Junggrünen vor Ort führen, um die Probleme junger Menschen in den Kommunen zu erfahren. Diese Probleme wollen wir in den Fokus unseres Wahlkampfes setzen und versuchen, hierfür gemeinsam mit den zuständigen Grünen vor Ort Lösungen zu entwickeln. Die entwickelten junggrünen Lösungen können dann als Teil des Wahlprogramms über Anträge in die kommunalen Parlamente getragen werden.

Der inhaltliche Fahrplan für die Vorbereitung der Kommunalwahl:

Der Landesvorstand wird beauftragt, gemeinsam mit den Basisgruppen der Grünen Jugend auf einem Basisforum Anfang 2014 die verschiedenen kommunalen Themen zu sammeln und zu sortieren. Auf der Grundlage dieser Themen soll ein kommunalpolitischer Antrag erarbeitet werden, der das kommunalpolitische Verständnis der GRÜNEN JUGEND NRW darlegt. Besonderes Augenmerk soll auf die Forderungen für eine junggrüne Politik in den Räten gelegt werden. Der auf dem Basisforum erarbeitete Antrag soll daher in einem Pad und dem Wurzelwerk zur Diskussion gestellt werden und dann auf der LMV im März 2014 beschlossen werden. Mögliche Forderungen an BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN NRW sollen herausgearbeitet werden und auf allen möglichen Wegen in die Landesregierung hineingetragen werden.

Der organisatorische Fahrplan:

Der Landesvorstand wird beauftragt, bis zur LMV im März Give-Aways und ein Plakat zu erarbeiten, mit dem wir jung-grüne Grundsätze vermitteln. Nach der März-LMV sollen dann auf Basis des kommunalpolitischen Beschlusses Flyer erstellt werden. Dabei werden wir darauf achten, dass die Flyer sich auch nach der Kommunalwahl noch verwenden lassen, um weniger Papier zu verschwenden.

Der Landesverband wird das Internet nutzen, um, wie auch schon im Bundestagswahlkampf, flexibel auf aufkommende Debatten reagieren zu können. Basisgruppen können sich an den Landesvorstand wenden, um die Kanäle des Landesverbandes in den sozialen Medien für entsprechende Ankündigungen oder Informationen zu nutzen. Diese Informationen werden dann in gebündelter Art und Weise online gestellt. Außerdem streben wir die Erstellung von mindestens einem Video an, um unsere kommunalpolitischen Forderungen auch im Netz möglichst vielen jungen Menschen näher zu bringen.

Es soll außerdem eine Übersichtskarte geben auf der alle Kandidat*innen der Grünen Jugend kurz präsentiert werden.

Ein Wahlkampfteam oder eine Hochtour ist nicht vorgesehen, da die Kommunen in NRW sehr unterschiedlich sind und auch verschiedenste Probleme haben.

Der neue Landesvorstand, insbesondere die*der neue Schatzmeister*in, wird beauftragt, über die Finanzierung des Kommunalwahlkampfes der GRÜNEN JUGEND NRW mit dem geschäftsführenden Landesvorstand und der Wahlkampfkoordination von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW in Verhandlungen zu treten.

Europa fängt vor deiner Haustür an!

Am Tag der Kommunalwahl findet auch die Europawahl statt. Daher wird der Landesvorstand beauftragt, zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen Ideen zu entwickeln, um Europawahl und Kommunalwahl auch inhaltlich und bei Aktionen zu verknüpfen. Es besteht die Möglichkeit, die Europawahl-Kampagne des Bundesverbands der GRÜNEN JUGEND zu unterstützen.

Die in diesem Antrag genannten Pläne sind als Leitlinie zu verstehen, an denen sich der Landesvorstand bei den weiteren Planungen orientieren soll. Er kann aber über die genannten Aktionen hinaus weitere Aktionen organisieren.

Beschlussfassung der Landesmitgliederversammlung am 9./10.11. in Gelsenkirchen.

GRÜNE JUGEND NRW mit neuem Vorstand

Die GRÜNE JUGEND NRW hat auf ihrer Landesmitgliederversammlung am Wochenende in Gelsenkirchen einen neuen Landesvorstand gewählt. Die bisherige politische Geschäftsführerin Lisa-Marie Friede wurde mit über 90% der Stimmen zur neuen Sprecherin gewählt. Als Sprecher wurde der Aachener Sebastian Klick im Amt bestätigt.

Zudem wurden Kristina Dany aus Dortmund zur Schatzmeisterin und Floris Rudolph aus Köln zum politischen Geschäftsführer gewählt. Als Beisitzer*innen wurden Christiane Grinda aus Wuppertal, Tascha Benayas Delgado aus Troisdorf, Moritz Bleif aus Witten und Tim Achtermeyer aus Bonn gewählt.

Zu den gefassten Beschlüssen der Landesmitgliederversammlung erklärt Lisa-Marie Friede, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW: „Die Landesregierung muss dringend die Hürden für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien fallenlassen, um ihnen Schutz zu gewähren. Desweiteren kritisieren wir erneut den Kohle-Kurs der NRW-SPD!“

Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt: „Wir freuen uns auf die Kommunal- und Europawahlen im nächsten Jahr und unterstützen Terry Reintke als junggrüne Kandidatin für das Europaparlament!“

GRÜNE JUGEND NRW mobilisiert gegen „proNRW“

Anlässlich der geplanten Doppeldemonstraktion der rechten Partei „proNRW“ am 9.11. in Duisburg erklärt Johanna Jurczyk, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Die Tatsache, dass ProNRW ausgerechnet am 75. Jahrestag des November-Pogroms gegen Menschen hetzt, die bei uns in Frieden leben wollen, zeigt, wie gefährlich diese Rassist*innen sind. Hass gegenüber gesellschaftlich benachteiligten Gruppen, der die letzten Wochen gerade vor dem Wohnhaus In den Peschen 3-5 ausgeartet ist, darf nirgendwo toleriert werden. Deshalb ist es wichtig, sich den Kundgebungen entschieden entgegen zu stellen! Die Pogrome vor 75 Jahren und die Folgen haben gezeigt, wohin dieser Hass führen kann.“

Sebastian Klick ebenfalls Sprecher, fügt hinzu:

„Wir wollen uns den Anfängen eines immer gesellschaftsfähiger werdenden Rassismus entgegenstellen! Wir lassen Menschen, die bei uns leben, nicht allein und rufen dazu auf, sich an den Gegendemonstrationen zu beteiligen! Auch Aktionen des zivilen Ungehorsam halten wir für legitim, um unsere Mitmenschen vor den Rassist*innen der pro-NRW-Bewegung zu schützen!“

Gemeinsam gegen Rassismus und Antiromaismus – „proNRW“ am 9.11. blockieren!

Ausgerechnet am 75. Jahrestag der Novemberprogrome plant die rechtsextreme Partei „proNRW“ eine Doppeldemonstration in Duisburg, um Hass vor Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Angst vor Asylbewerber*innen zu schüren.

Für uns ist klar: Nie wieder Rassismus – Nie wieder Pogrome – Keinen Meter den Biedermeier-Rassist*innen von proNRW! Demonstriert und Blockiert! Zur LMV könnt ihr danach immer noch kommen. 

 

Die Kundgebungen finden statt um

13.00 Uhr: St. Barbara Hospital in Neumühl

16.00 Uhr: In den Peschen, Rheinhausen

Die Gegenkundgebung beginnt bereits um 12 Uhr vor dem Rathaus in Duisburg Homborn. 

Weitere Infos findet ihr hier: http://9nov.blogsport.de