Cannabis? Legalize it!

Am 17. Mai hat die Grüne Jugend NRW unter der Federführung der Grünen Jugend Bielefeld einen drogenpolitischen Workshop mit dem Titel „Cannabislegalisierung – Wie kann eine nachhaltige Drogenpolitik gestaltet werden?“ veranstaltet. Zu diesem Thema hielt Timon Dzenius, Sprecher der Grünen Jugend Niedersachen, einen Vortrag mit anschließender Diskussion.

Hierzu erklärt Jule Wenzel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Eine Politik der Prohibition erreicht die Konsument*innen nicht und verhindert konsequenten Jugendschutz. Deswegen setzen wir seit Jahren auf kontrollierte Abgabe und Suchtprävention statt Kriminalisierung. Es ist längst an der Zeit, vor allem für die liberale FDP, endlich zu handeln!“

Tim Achtermeyer, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW ergänzt:

„Es ist absurd, dass Kiffen immer noch strafrechtlich verfolgt wird. Der Staat hat bessere Dinge zu tun, als gegen breite Teile der Gesellschaft wegen ein paar Joints zu ermitteln.“

Zu Beginn der Veranstaltung wurde insbesondere die kulturelle Geschichte von Cannabis nachgezeichnet und wie es überhaupt dazu kam, dass Cannabis verboten worden ist. Auch biologische Aspekte kamen nicht zu kurz, und es wurde erklärt, wie ein Cannabis-Rausch im eigenen Körper wirkt und welche biochemischen Reaktionen stattfinden. Anschließend wurde die weltweite Legalisierungsbewegung von Cannabis näher unter die Lumpe genommen und es wurde die Frage behandelt, wie ein Modellprojekt der Legalisierung von Cannabis aussehen könnte. Hierbei wurden die Modellprojekte aus Uruguay, den USA (Kalifornien), den Niederlanden und aus Portugal näher diskutiert. Die anschließende Diskussion hatte ihren Fokus sowohl auf philosophische Aspekte der Freiheitsbeschränkung im Rahmen der restriktiven Politik von Cannabis als auch auf mögliche Folgen der Legalisierung aller Drogen.

Die Grüne Jugend Bielefeld freut über jede interessierte Person, die sich politisch engagieren möchte. Einziges Kriterium ist, höchstens 27 Jahre alt zu sein. Die Grüne Jugend Bielefeld trifft sich jeden zweiten und vierten Montag im Monat um 18 Uhr. Die nächsten Treffen finden also am 28.Mai und am 11. Juni in der Kavalleriestraße 26 um 18 Uhr statt.

Wer den Referenten Timon Dzienus zu einem Vortrag einladen möchte, kann dies gerne über die Homepage der Grünen Jugend Niedersachsen: www.gj-nds.de

Bildungsgremium | 26. Mai Düsseldorf

Zum Bildungsgremium sind alle AK-Koordinator*innen eingeladen, um auf die Bildungsarbeit der vergangenen Monate zurückschauen, über Seminarplanungen, die arbeitskreisinterne Arbeit, über Vernetzung und allgemein über die Bildungsarbeit der GRÜNEN JUGEND NRW zu sprechen. Bitte bringt viele Ideen und vielleicht auch schon Konzepte für die Seminare und Workshops für die 2. Jahreshälfte mit. Es wäre schön, wenn von jedem Arbeitskreis mindestens eine Person kommt.

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Interessierten- und Mitgliedertreffen im Kreis Minden-Lübbecke | 23. Mai Bad Oeynhausen

Liebe GJ-Mitglieder im Kreis Minden-Lübbecke, auf Initiative von Mika Meyer laden euch Schahina Gambir und Jan Seeman aus dem Landesvorstand der GJ NRW herzlich zu einem Interessierten- und Mitgliedertreffen im Kreis Minden-Lübbecke ein. Wann? Mittwoch, 23.05.2018, um 18:30 Uhr Wo? Druckerei Begegnungszentrum Bad Oeynhausen e.V., Kaiserstr. 14, 32545 Bad Oeynhausen.

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Mailinglisten für Basisgruppen

Du bist im Vorstand deiner Basisgruppe aktiv und fragst dich, wie ihr untereinander per Mail kommunizieren könnt oder wie ihr alle Mitglieder im Umkreis erreichen könnt? Dann nutzt doch gerne die Möglichkeit, über das Büro Mailinglisten für eure Basisgruppe einrichten zu lassen, die ihr selbstständig moderieren könnt. Meldet euch dazu bitte bei Ada.

Ein Schlag ins Gesicht für die Selbstbestimmung intersexueller Menschen

Am 5. April sprachen wir mit Sven Lehmann, dem GRÜNEN Sprecher für Queerpolitik im Bundestag, in Duisburg auf unserer Podiumsdiskussion des Arbeitskreises Queer über das Thema: „3. Option – Wie geht es weiter nach dem Bundesverfassungsgericht-Urteil?“ Heute berichtet BuzzFeed News exklusiv, dass der neue, noch geheime Gesetzentwurf des Bundesministeriums den Forderungen der Fachverbände und Fachpolitiker*innen nicht gerecht wird.

Hierzu erklärt Jule Wenzel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Wenn es stimmt, dass intersexuelle Personen im Perso schlicht als ‚anders‘ bezeichnet werden, dann ist dies eine nicht hinnehmbare, menschenverachtende Frechheit. Intersexuelle Menschen werden somit weiterhin unsichtbar gemacht in Deutschland. Nicht nur sozial und politisch, jetzt auch rechtlich.“

Tim Achtermeyer, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW ergänzt:

„Es ist eine Schande, dass bislang die Fachverbände nicht aktiv vom Bundesministerium in den Prozess mit einbezogen wurden. Auch das Thema Zwangsoperationen von Menschen, die mit beiden Geschlechtsmerkmalen geboren wurden, gehört in den Fokus der Diskussion. Zwangsoperationen in den ersten Lebensmonaten oder hormonelle Zwangsbehandlungen, haben oft gravierende Folgen für die Psyche und Gesundheit intersexueller Menschen.“

Am 10.10.2017 hat das Verfassungsgericht seine Entscheidung zur 3. Option getroffen. Es muss ab dem 01.01.2019 eine weitere Option beim Geschlechtseintrag geben oder der Geschlechtseintrag muss bei allen weggelassen werden. Dies ist eine Entscheidung, die der Politik obliegt. Wird es eine weitere Option beim Geschlechtseintrag geben und wenn ja, wie sollte diese aussehen? Wird sie an biologische Kriterien geknüpft sein oder für alle offen stehen, die weder Mann noch Frau sind? Dies Themen wurden letzten Samstag in Duisburg diskutiert. Auf dem Podium saßen neben Sven Lehmann auch Louis von der Initiative “Dritte Option”. Die Moderation übernahmen Niki Krupka, Sprecher des Arbeitskreises Queer der Grünen Jugend NRW und Joey Strasdat, Mitglied des Vorstandes der Grünen Jugend NRW. Auf dem für alle Gäste offenen Podiumsplatz diskutierten unter anderem Dennis Fischer, Vorstandsmitglied des LSVD NRW und Joachim Müller vom Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit der Stadt Duisburg.