Landesmitgliederversammlung mit Vorstandswahlen

Auf ihrer Landesmitgliederversammlung (LMV) am vergangenen Wochenende hat die GRÜNE JUGEND NRW einen neuen Landesvorstand gewählt.

Die beiden Sprecher*innen Lisa-Marie Friede und Sebastian Klick wurden dabei im Amt bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurde Lea Schlang als politische Geschäftsführerin. Tim Achtermeyer wurde zum neuen Landesschatzmeister gewählt. Die weiteren Mitglieder des Landesvorstands Chrissi Grinda, Tascha Benayas Delgado und Sarah von Dombrowski wurden als Beisitzerinnen ebenfalls im Amt bestätigt. Neu hinzugekommen ist Lukas Flohr als Beisitzer. Dazu Lisa-Marie Friede, wiedergewählte Sprecherin: „Wir werden das kommende wahlkampffreie Jahr zur inhaltlichen Weiterentwicklung nutzen und zusammen mit anderen Jugendorganisationen für eine moderne, offene und solidarische Gesellschaft streiten.“

Am Sonntagmorgen wurde die LMV mit einer Gedenkminute eröffnet, in der den Opfern der Pogrome vom 9. November 1938 gedacht wurde. Anschließend wurde einstimmig ein umfassender Beschluss gefasst, der sich „gegen jeden Antisemitismus“ richtet. Bereits am Samstag wurde ein neuer Arbeitskreis gegen Antisemitismus anerkannt. In weiteren Beschlüssen sprachen sich die Junggrünen unter anderem für eine stärkere Unterstützung der freien Kulturszene, einen Klimafolgenfonds, kostenfreie Bildung sowie ein Pfand auf Elektrogeräte aus. Dazu Sebastian Klick, ebenfalls als Sprecher wiedergewählt: „Neben unseren inhaltlichen Schwerpunktthemen werden wir uns in unserer Arbeit inbesondere auch mit Antisemtismus auseinander setzen. Unsere Gesellschaft darf keinen Platz haben für antisemitische Hetze!“

Rot-Grüne Jugendorganisationen fordern Rückkehr zu G9

Anlässlich der Diskussion über das sogenannte „Turbo-Abitur“ erklären Freddy Cordes, Vorsitzender der NRW JUSOS und Lisa-Marie Friede, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Das 2005 eingeführte „Turboabitur“ (G8) schränkt Schüler*innen in ihrer Entfaltung ein. Durch den Zwang, für denselben Lernstoff ein Jahr weniger Zeit zur Verfügung zu haben, steigen Stress und Druck. Wichtige außerschulische Erfahrungen in Vereinen, Verbänden, Ehrenämtern leiden unter zusammengedrängten Lehrplänen und gesteigertem Schulstress. Von Freizeit ganz zu schweigen. Vor diesem Effekt durch G8 haben wir gewarnt. Er ist eingetreten und nicht zu leugnen – Schüler*innen wie Eltern bekommen ihn tagtäglich zu spüren. Deshalb sagen wir es erneut: Schule darf nicht die Druckpresse für Humankapital sein, auf dessen schnellstmögliche Verwertung die Wirtschaft gierig wartet! Schule muss wieder der Ort werden, an dem neben grundlegender Bildung auch die charakterliche Entwicklung junger Menschen ihren Raum hat. Nicht für die Wirtschaft, für das Leben wollen wir lernen!
Deshalb wollen wir NRW JUSOS und GRÜNE JUGEND NRW eine Abkehr vom Turboabi. Wir wollen die Schüler*innen entlasten und fordern daher eine Rückkehr zu G9. Auch die im Moment diskutierten Schritte, wie die teilweise Abschaffung der Hausaufgaben und weniger schriftliche Prüfungen werden daran wenig ändern. Denn in den verbleibenden Prüfungen wird nur mehr Wissen abgefragt werden. Hausaufgaben werden im Übrigen nach Fächern aufgegeben, sodass kein*e Lehrer*in einen Überblick über die Arbeitsbelastung der Kinder und Jugendlichen hat. Statt an Symptomen herumzudoktern fordern wir die rot-grüne Landesregierung auf, dem Beispiel aus Niedersachsen zu folgen und G9 wieder einzuführen.“

„Willst du mit mir gehen?“ Junge-Frauen-Programm 2015

Willst du mit mir gehen?

Das erfolgreiche Programm „Jung, GRÜN, weiblich sucht …“ für junge Frauen startet in die siebte Runde. Hier findest du Infos und kannst dich dafür bewerben.

Du hast Lust auf Grüne Politik, aber noch nicht so richtig Ahnung, wie und wo du dich einbringen willst? Du möchtest ein wenig hinter die Kulissen schauen und wissen, wie die Grünen wirklich arbeiten? Vielleicht möchtest du dich mit erfahrenen Politiker*innen austauschen oder einfach mal politische Luft schnuppern, eventuell auch schon erste eigene praktische Erfahrungen beim Politikmachen sammeln?

Wir nehmen dich mit auf eine Reise um die Grüne Welt. Unser Programm führt dich in sechs Monaten u.a. zur Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND NRW, in den Landtag, in den Bundestag oder das Europaparlament und zu einem Landesparteitag der GRÜNEN NRW. Es ermöglicht dir den Austausch mit erfahrenen Politiker*innen.

Außerdem bieten wir dir ganz praktische Einblicke in die Politik. Wie arbeiten die Leute da so? Was genau macht ein*e Politiker*in an einem ganz normalen Tag und gibt es überhaupt ganz normale Tage? Du kannst aber auch selbst aktiv werden und dich einfach mal politisch ausprobieren.

Teilnahmebedingungen: Das Programm richtet sich an junge Frauen bis zum 26. Lebensjahr. Die Bewerbung ist verbindlich. Die Teilnahme an allen Etappen des Programms wird erwartet. Bei Teilname von mindestens vier der sechs Etappen wird ein Teilnahmezertifikat ausgestellt.

Bewerbungsschluss ist der 14.12.2014

Die Etappen des Programms

  1. Etappe: Einführungswochenende am 07.-08.02.2015 in Köln

Beim Einführungswochenende geht es ums Kennenlernen, um Grüne Geschichte und Grüne Strukturen. Du erfährst alles zum Programm und kannst all deine Fragen stellen. Außerdem erhältst du Präsenztraining.

  1. Etappe: LMV am 14.-15.03.2015 in Velbert

Auf der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND NRW erfährst du dann, wie junggrüne Positionen zustande kommen und nimmst am breiten Bildungsprogramm teil. Dabei gibt es die Möglichkeit, mitzudiskutieren, neue Leute kennenzulernen und aktiv mitzugestalten.

  1. Etappe: Besuch Bundestags oder des Europaparlaments im April 2015in Berlin / Brüssel

Auf Einladung einer/eines grünen Bundestags- oder Europaparlamentsabgeordneten werden die Stadt besichtigt sowie das Parlament und ausgewählte Ministerien besucht.

  1. Etappe: Shadowing im Mai 2015 in Düsseldorf

Shadowing“ bedeutet, einer/einem Grünen Abgeordneten einen Tag lang bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und sie oder ihn auf Schritt und Tritt zu begleiten. Je nach thematischem Interesse wird die/der „passende“ Abgeordnete angesprochen und ein individueller Termin vereinbart.

  1. Etappe: LDK am 30.-31.05.2015 in Bielefeld

Auf dem Parteitag der „Altgrünen“ wirst du neben einem Rahmenprogramm vor allem auch am regulären Ablauf teilhaben. Dabei kann selbstverständlich auch mitdiskutiert werden. Hier findet das Programm dann auch seinen Abschluss mit einer Feedback-Runde.

 

Bewerbung

Bewerbungen sind leider für dieses Jahr nicht mehr möglich.

GJ NRW entsetzt über rechtsradikale Demonstration in Köln

Zur Eskalation der Demo von rechten Hooligans und Nazis am Sonntag in Köln erklärt Lisa-Marie Friede, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:
„Wir sind entsetzt über die Zustände, die am Sonntag in Köln geherrscht haben. Unter dem Deckmantel einer „unpolitischen“ Demonstration gegen Salafismus gelang es, die seit Jahren größte Nazi-Demonstration in Westdeutschland stattfinden zu lassen. Es ist erschreckend, dass so ein großer, gewaltbereiter Mob mitten in der Kölner Innenstadt und im Hauptbahnhof nationalistische Parolen rufen, Menschen rassistisch beleidigen und auch tätlich angreifen kann. Wir verurteilen, dass die Polizei die Menschen im Hauptbahnhof und seiner Umgebung nicht vor dem gewaltbereiten Mob schützen konnte. Vielen Bürger*innen und Gegendemonstrant*innen war es nicht möglich, sicher im Bahnhof anzukommen oder die Stadt zu besuchen. Bei den angekündigten, weiteren Demonstrationen der rechten Hooligans sehen wir die betroffenen Städte in der Pflicht, die Zivilgesellschaft bei der Aussprache von Genehmigungen besser zu schützen! Ebenso müssen alle Menschen die Möglichkeit haben, sicher zur Gegendemonstration zu gelangen! “

Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW ergänzt:
„Für uns bleibt zu klären, wie es zu diesen Ausschreitungen kommen konnte. Die Polizeiführung scheint die Zahl der Teilnehmenden, die sie in Interviews vorher auf maximal 1000-1500 geschätzt hat, und ihr Gewaltpotenzial massiv unterschätzt zu haben. Selbst wenn die Aussagen von Innenminister Jäger stimmen und die Polizei intern von 4000 Teilnehmenden ausgegangen ist, stellt sich die Frage, warum dann nur 1000 Polizist*innen bereit gestellt wurden. Immerhin war eine Demo von Hooligans angekündigt, die nicht unbedingt für ihre Gewaltfreiheit bekannt sind, und bekennende Nazis haben sich im Vorfeld ebenfalls öffentlich angekündigt. Wir fordern eine zügige Aufklärung, wie es zu einer solchen Fehleinschätzung gekommen ist. Die Verantwortlichen haben sich auch vor den eigenen Einsatzkräften zu verantworten, die durch dieses massive Versagen in gefährliche Situationen geraten sind und teilweise sogar verletzt wurden. Innenminister Jägers Aussage, die Strategie der Polizei sei voll aufgegangen, klingt in Anbetracht der Berichte und Bilder aus Köln mehr als absurd. Wir erwarten, dass auch er Konsequenzen zieht und sich noch einmal überlegt, ob er diesem Amt gewachsen ist.“

GJ NRW schockiert über Anti-Demokratismus bei Linksjugend NRW

Anlässlich der Berichte über die eskalierte Landesvollversammlung (LVV) der Linksjugend NRW am vergangenen Wochenende erklärt Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Wir sind schockiert über die Augenzeug*innenberichte und Kommentare in sozialen Netzwerke bezüglich der LVV der Linksjugend NRW. Das Bundesschiedsgericht der Linksjugend hat nun den neugewählten Landessprecher*innenrat als vorläufig ungültig erklärt. Dieser wurde durch Stalinist*innen eigenmächtig vergrößert und besetzt. Die Diskussionen auf der LVV liefen außer Kontrolle, selbst Gewaltdrohungen wurden ausgesprochen! Die Wahlen fanden dann nur mit wenigen anwesenden Mitgliedern statt, da andere aus Protest abgereist waren. Diese Entwicklung verurteilen wir zutiefst. Wir stehen an der Seite derer, die für eine demokratische und emanzipatorische Linksjugend und gegen den Stalinismus kämpfen.“

 

Lisa-Marie Friede, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt:

„Schon seit längerer Zeit verfolgen wir mit Entsetzen die Fehltritte der Linksjugend NRW. So wurde beispielsweise das Bestreben einiger Linksjugend NRW Mitglieder, eine LAK Shalom in NRW zu gründen, durch andere gewaltsam verhindert, woran Mitglieder der Linksjugend maßgeblich beteiligt gewesen sein sollen. Seitdem fehlt eine klare Distanzierung vom Antisemitismus innerhalb des Verbandes! Stattdessen wird dieser weiter geschürt, so auch auf der letzten LVV durch die Annahme eines Antrags zur Distanzierung vom BAK Shalom. Es ist schockierend, dass eine Steigerung des Antisemitismus innerhalb des Verbandes überhaupt noch möglich ist. Kritik am israelischen Militär und der Regierung darf nicht für Hass auf jüdische Menschen und Antizionismus instrumentalisiert werden! Wir stellen uns jedem Antisemitismus entschieden entgegen!“