Grüne Jugend NRW verurteilt unverhältnismäßigen Polizeieinsatz bei Demonstration in Dresden

Anlässlich der gewaltsamen Übergriffe auf friedliche DemonstrantInnen während der Proteste gegen Neonazis in Dresden am vergangenen Samstag erklärt Marie Dazert, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Wir verstehen uns als ein antifaschistischer Jugendverband, der sich aktiv, aber gewaltlos, gegen Rechtsextremismus einsetzt. Wir sind entsetzt über die aggressiven Einsätze von PolizistInnen gegenüber friedlichen DemonstrantInnen während der Proteste.
Der Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfern bei Temperaturen unter 0°C ist in unseren Augen der Situation nicht angemessen und unverantwortlich. Ein solches Vorgehen trägt nicht zur Deeskalation bei.“

Die GRÜNE JUGEND NRW fordert daher eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle in Dresden, insbesondere der Rolle von PolizeibeamtInnen aus NRW. Zudem muss endlich eine Kennzeichnungspflicht für PolizistInnen eingeführt werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass polizeiliche Übergriffe auf gewaltlos agierende ZivilistInnen nicht geahndet werden können! Gerade bei Großeinsätzen, wenn die PolizistInnen in voller Montur auftreten, ist die Identifizierung besonders schwierig. Eine Kennzeichnungspflicht würde diesem Problem entgegenwirken und durch die größere Transparenz auch das Vertrauen in die Polizei stärken.

Aktionstag gegen die Extremismusklausel

Zum Aktionstag für Demokratie erklärt Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Mit der Demokratieerklärung gegen Extremismus, die Voraussetzung für Mittel aus dem Topf des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ ist, werden alle Initiativen, die sich durch ihr zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus auszeichnen, von der Ministerin Schröder unter Generalverdacht gestellt. Anstatt die Demokratie zu stärken und Toleranz zu fördern, werden Initiativen dazu gezwungen, zwischen dem Verzicht auf Mittel des Bundesprogramms und der Unterzeichnung der „Extremismusklausel“ zu entscheiden. Neben dem eigenen Bekennen zur freiheitlich demokratischen Grundordnung müssen die geförderten Initiativen versichern, dass auch alle eingebundenen Partner dies tun.
Generalverdacht und Gesinnungsschnüffeleien sind keine Voraussetzungen eines demokratischen Staates. Zudem ist die Extremismus-Klausel absolut realitätsfern und würde bei konsequenter Umsetzung die wichtige Arbeit gegen Rechtsextremismus massiv behindern. Die GRÜNE JUGEND NRW fordert daher die entsprechenden Klauseln der „Demokratieerklärung“ in den Zuwendungsbescheiden ersatzlos zu streichen.“

Zukunftsfähigen Jugendmedienschutz gemeinsam gestalten!

Nachdem der Entwurf für eine Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags vom Landtag NRW abgelehnt worden ist, wollen wir GRÜNE in einem offenen Prozess in eine neue Debatte über zukunftsfähigen Jugendmedienschutz einsteigen. Deshalb laden wir Sie/ Euch zu einer aktiven Podiumsdiskussion ein.

Freitag, 18. Februar 2011, 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Landtag NRW in Düsseldorf, Raum E3 A02

Kernkraft und ihre Risiken

Wie sehen die Alternativen aus und ist ein Ausstieg realisitisch?

Kernkraft und ihre Risiken

Die Grüne Jugend Königswinter lädt zusammen mit der Fraktione Die Grünen zu einer Diskussion mit MdB Oliver Krischer, Sprecher für Energie und Ressourcen, ein:
Samstag, 15. Januar 2011, Haus Bachem in Königswinter

GRÜNE JUGEND befürwortet JMStV-Ablehnung der NRW-Minderheitsregierung

Der Bundesverband der GRÜNEN JUGEND und die GRÜNE JUGEND NRW sind erfreut über den Beschluss der nordrhein-westfälischen Landesregierung den Jugendmedienschutzstaatsvertrag nicht zu ratifizieren.

Dazu erklären Emily May Büning, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND, und Alexander
Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW:
„Dieser Entschluss ist ein großer Erfolg für die gesamte Netzgemeinde. Der JMStV geht in seiner aktuellen Version weit an der netzpolitischen Realität vorbei und muss grundlegend überarbeitet werden! Wir sind erleichtert, dass die rot-grüne Landesregierung nun ebenso zu dieser Ansicht gekommen ist! Jetzt gilt es allerdings aus vergangenen Fehlern zu lernen und verschiedene netzpolitische AkteurInnen intensiv an der Erstellung einer Neufassung des JMStV zu beteiligen!“