Wir als GRÜNE JUGEND NRW stehen für eine konsequente Jugendbeteiligung auf allen
Ebenen. Jugendbeteiligung darf nicht nur im außerschulischen Bereich
stattfinden, sondern muss auch den schulischen Bereich durchdringen. Es ist
deswegen notwendig, dass die Schüler*innen in der Schule noch besser vertreten
sind und dies auch rechtlich klargestellt wird.

Aktuell zeigt sich, dass die Schüler*innenvertretungen (SVen) innerhalb der
Schulen viel zu wenig Mitspracherecht haben. Viele Schüler*innen wissen außerdem
viel zu wenig über ihre SV und über ihre Rechte.

 

Deswegen fordern wir als GRÜNE JUGEND NRW kurzfristig:

 

Schüler*innenparlamente jetzt!

Wir wollen an jeder Schule ein Schüler*innenparlament, das aktiv mitentscheiden
und gestalten kann. Diese Parlamente haben klare Rechte und an der Verfassung
angelehnte demokratische Grundsätze. Das Parlament vertritt die Schüler*innen
und wird bei Entscheidungen der Schule informiert und beteiligt. Bei
Entscheidungen mit hoher Tragweite hat es ein Vetorecht. Außerdem wird den
Schüler*innen ein Budget für eigene Projekte überlassen. Jede Klasse/ die
Oberstufe hält einmal im Monat einen Klassenrat.

 

– eine Aufwertung von Schüler*innen-
Vertretungen gegenüber Elternvertretungen durch
eine Überzahl an entsendeten Delegierten im Schulrat
– Stimmrecht von Schüler*innenvertreter*innen
bei Fachkonferenzen
– hinreichend ausführliche Protokolle bei allen die Schule betreffenden
Entscheidungsgremien, aus denen die Begründungen für und gegen eingebrachte
Vorlagen hervorgehen
– Klassen-/ Stufenräte in regelmäßigen Abständen in jeder Klasse bzw. Stufe, bei
denen SV-Sitzungen vor- und nachbereitet werden können
– ein eigenes Budget für Schüler*innen-Vertretungen
– Schlichtungsinstanzen, in denen Schüler*innen vertreten sind, und die die
Verhandlungsposition von Schüler*innen ggenüber Lehrkräften und Schulleiung
stärken

 

Die Jugend ist die Generation, die mit den Entscheidungen der Schulen und der
(Schul-)Politik leben muss. Deswegen wollen wir hier nicht stehenbleiben,
sondern weiter gehen.
Perspektivisch wollen wir an allen Schulen Schüler*innenparlamente,
die die Schulpolitik aktiv gestalten und bei Entscheidungen mit hoher Tragweite
ein Veto einlegen können
Durch diese Schüler*innenparlamente lernen junge Menschen sehr früh, was es
heißt, sich einzubringen und politisch aktiv zu sein. Sie lernen, dass es wictig
ist, sich eine Meinung zu bilden und diese auch anderen mitzuteilen.

Hierbei verweisen wir auch auf den Beschluss des Bundeskongresses der GRÜNEN
JUGEND vom Oktober 2020 „Das Bildungszentrum – die Schule von morgen“.

 

Gemeinsam ebnen wir den Weg hin zu einer Schule, in der alle gleichberechtigt
mitentscheiden können. Wir stärken das Demokratieverständnis dadurch nachhaltig.