One Billion Rising – Tanzen für mehr Gerechtigkeit!

Anlässlich des weltweiten Aktionstages gegen Gewalt an Frauen „One Billion Rising“ am 14. Februar erklärt Sophie Karow, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens Opfer von Vergewaltigung oder Misshandlungen, das sind rund eine Milliarde Frauen auf der ganzen Welt. Genauso viele sind nun am Donnerstag aufgerufen auf die Straße zu gehen, zu tanzen, aufzustehen und ihre Stimme zu erheben! Die GRÜNE JUGEND NRW unterstützt diesen Aufruf.“

Johanna Jurczyk, ebenfalls Sprecherin, ergänzt:
„Aber es geht nicht nur um physische Gewalt gegen Frauen. Wir treten ebenso entschieden gegen den Alltagssexismus ein, den Frauen und Männer Tag für Tag erleben müssen. Eine gerechte Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir alle zusammen für Geschlechtergerechtigkeit weltweit kämpfen.“

Meine Woche und ich

Teil 3 der wöchentlichen Blogeinträge eures LaVos :-)

Montag: Dem Himmel sei dank, dass ich Studentin bin und damit am Montag meine erste vorlesungsfreie Woche anfing; die feierte ich erst einmal mit Ausschlafen – ein Luxus, wenn man bedenkt, dass die meisten Wochenenden von GJ-Veranstaltungen belegt sind.

Und dann begann mein Tag, wie die meisten Tage beginnen: mit Mails-Checken. Was geht auf der Lavo-Liste, was auf den anderen wichtigen Mailverteilern wie z.B. dem des Landesvorstandes der Grünen NRW, auf dem Sophie und ich eingetragen sind.

Auf der Lavo-Liste gab es an dem Tag einen guten Mix zwischen Orga-Sachen wie der Frage nach der Absprachen mit der krass bzgl. der Sammlung der Texte und politischen Entscheidungen, beispielsweise ob wir den Aufruf der „Gute Nacht G8“-Kampagne unterstützen wollen.

Den Abend konnte ich überraschend anderweitig nutzen, da die Telefonkonferenz (TK) mit dem Bundeskongress-Präsidium, dem u.a. Sophie und ich angehören, spontan ausfiel.

 

Dienstag: Neben den Mails wurde der Startschuss der Planungen für das Same Sex Hand Holding (SSHH) 2013 mein Tagesprojekt. Am 17. Mai findet nämlich wieder der Internationale Tag gegen Homophobie (IDAHO) statt und wir als GJ NRW wollen das dritte Jahr infolge auf der Kölner Domplatte ein gleichgeschlechtliches Händchenhalten veranstalten (an dieser Stelle schon einmal der Aufruf: Wenn ihr vor Ort ebenso eine solche Aktion durchführen wollt, meldet euch bei mir, dann unterstütze ich euch bei den Planungen und lasse euch den Aktionsreader zukommen).

Ja, es sind noch drei Monate bis zum IDAHO, aber so eine große Aktion wie auch Seminare will gut vorbereitet werden: Wer muss wie angeschrieben werden? Was muss angemeldet werden? Was muss vor Ort sein und wie kommt es dahin?

Zum Glück plant man so etwas nicht alleine, sondern sucht sich Unterstützung – in diesem Fall kann ich mit Karsten und Lisa-Marie auf dasselbe Team wie letztes Jahr zählen.

 

Mittwoch: Mittwochs um 16:15: Sophie, Lisa-Marie, Stefan und Johanna treffen sich in einem TK-Raum, die sog. Stefan-TK (s. Sophies Blogeintrag), in der alle wichtigen organisatorischen Entwicklungen besprochen werden, also eine Schnittstelle zwischen Landegeschäftsstelle und Landesvorstand. Diese Woche standen Entscheidungen bzgl. anstehender Seminare und des Junge-Frauen-Programms an. Außerdem erhielten Sophie und ich an diesem Tag eine Einladung der US-Generalkonsulin zu einem gemeinsamen Treffen zwecks Austausch und Vernetzung.

 

Donnerstag: Dieser Tag begann mit meinen Vorbereitungen für das am Abend anstehende Treffen mit dem SchLAu-Team (Schwullesbische Schulaufklärung) Mönchengladbach, mein Nebenjob. Neben dem Treffen standen dann noch zwei Tken auf dem Programm, die meinen Abend füllten. Die erste Telefonkonferenz war die mit dem Fachforum Queer des Bundesverbandes der GRÜNEN JUGEND und später folgte dann noch unsere wöchentliche Lavo-Telefonkonferenz, in der wir u.a. Abstimmungen zum SSHH sowie Entscheidungen bzgl. des Junge-Frauen-Programms getroffen haben.

 

Freitag: Am Freitag habe ich mir Zeit genommen, um den Ablaufplan für die nächste LMV genauer durchzulesen und zu überdenken. Über diesen sollten immer 18 Augen drüberschauen (8 Lavos + unser organisatorischer Geschäftsführer Stefan) und als ehemalige Politische Geschäftsführerin sind mir die Problemstellen, wie zum Beispiel die Zeiteinteilung für bestimmte TOPs ja bekannt.

 

Wochenende: Ich glaub´s selbst kaum, aber es war wirklich mal ein veranstaltungsfreies Wochenende und dank Karneval lief auch sonst super wenig. So musste ich wie meine Lavo-Kolleg*innen nur Mails-Checken und habe noch genügend Zeit zum Lernen, Arbeiten und auch für mein Privatleben. Ein seltenes und daher sehr wertvolles Vergnügen. Und nun ist es rum und es beginnen die Vorbereitungen für die nächste Woche.

 

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Eindruck bekommen – nächstes Mal lest ihr den Blogeintrag von Max

Nicht lange Fackeln – Nazis blockieren!

dresden-nazifrei

Am 13. Februar wollen wieder einmal Nazis in Dresden, unter dem Decknamen „Trauermarsch“,von Deutschland ausgegangenes Unrecht mit falschen Argumenten relativieren. Wir lassen es nicht zu, dass sie die Opfer des Nationalsozialismus leugnen und werden für Vielfalt, Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit & Freiheit auf die Straße gehen!

Daher müssen wir – nicht nur in Dresden- den Nazis Parole bieten und sie daran hindern den öffentlichen Raum für Ihre Ideologien zu benutzen!
Außerdem ist es nach den Verurteilungen von Tim und anderen Antifaschist*innen besonders wichtig unsere Solidarität mit allen verfolgten Antifaschist*innen zu bekunden – friedlicher Widerstand gegen Unrecht darf niemals kriminalisiert werden!

Auf nach Dresden – Kein Fußbreit dem Faschismus!

Du willst nach Dresden fahren um Nazis zu blockieren?

Dann melde Dich bei unserem Beisitzer Max ( max.lucks(at)gruene-jugend-nrw.de ). Dieser koordiniert eine gemeinsame Fahrt mit dem Zug nach Dresden aus NRW.

Weitere Infos zur Blockade und den Demos:

http://www.gruene-jugend.de//node/17043#gothere
http://dresden-nazifrei.com/

Sexismus-Debatte? Ja bitte, aber ernsthaft!

Text von Luisa Roehrig

Seit einigen Wochen geht nun die Sexismus-Debatte durch alle Medien und ist inzwischen bestimmt bei fast allen Menschen angekommen. Das ist nicht nur gut, sondern auch längst überfällig und in unserer Gesellschaft mehr als nötig. Deshalb war ich auch erleichtert und glücklich, als ich das erste Mal festgestellt habe, dass es sich um ein großes Thema in den Medien handelt und somit auch Potenzial für Veränderung hat.

Inzwischen ist mein Optimismus aber abgeklungen, denn ich habe das Gefühl, dass große Teile der Debatte einfach nur alle Erwartungen bestätigt haben, was Sexismus angeht. Damit meine ich, dass die Sexismus-Debatte an sich zu großen Teilen voll mit Sexismus war und so nur den derzeitigen Zustand bestätigt hat. Dabei war ich einerseits belustigt, Kommentare zu lesen, die schon tausende vorher geschrieben hatten und die in einer Aktion, wie den #Aufschrei, der sich eigentlich gegen Aussagen richtet, ziemlich lächerlich rüberkamen. Andereseits ist es natürlich traurig, dass ein so ernstes Thema so niedergemacht wird.

Jedoch möchte ich an dieser Stelle auch noch sagen, dass es auch viele tolle Inhalte in der Sexismus-Debatte gab, die sicherlich einiges zum positiven wenden werden. Auch wenn ich mich öfters geärgert habe, bin ich sehr erleichtert, dass dieses Thema angesprochen wurde und somit schonmal der Rolle einer belanglosen Nebensache, die weder politisch noch öffentlich ist, entflohen ist.

Eine andere Sachen die mit aufgefallen ist, war die Diskussion um die Rolle der Männer als negativ betroffene Personen. Oft wurde betont, dass auch Männer von Sexismus betroffen sind und diese in der Debatte nicht genug Aufmerksamkeit kriegen oder deren Sexismus-Erfahrungen kleingeredet werden. Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
Männer können genau die selben Erfahungen machen, die genauso schlimm sind wie die von Frauen* und auch so für das Individuum bewertet werden sollten. Jedoch sehe ich einen wichtigen Unterschied zwischen beiden „Arten“ von Sexismus. Bei dem Sexismus gegen Männer handelt es sich um „Einzeltaten“, die zwar keineswegs zu legitimieren sind, aber eine andere Art von Problem darstellen. Hierbei geht es um das Verhalten einer Person gegenüber einer anderen. Der Sexismus gegen benachteiligte Geschlechter in unserer Gesellschaft ist jedoch nicht nur eine Sache von vielen Einzelvergehen, sondern ein Mittel zur Machtausübung über ein Geschlecht. Deshalb finde ich, dass eine emzipatorische Debatte von Frauen* ihre Berechtigung hat und Männer nicht unbedingt einschließen muss. Wir leben in einer sexistischen Gesellschaft, die Frauen* strukturell benachteiligt und diese äußert sich nicht nur an der Anzahl der Frauen* in Vorständen, sondern eben auch an Alltagssexismus. Und genau das -um wieder zum Thema zurückzukommen- zeigte sich vor allem in letzter Zeit an der Sexismus-Debatte, die uns eine Vielzahl von Beispielen gegeben hat, mit welchen Mitteln Reproduktion von Machtverhältnissen funktioniert. Nämlich nicht nur durch die Legitimierung von Sexismus, sondern auch durch die Ablehnung der Beschwerden Betroffener.

Mein Fazit: Eine richtige Auseinandersetzung mit Sexismus würde uns viel weiter bringen, als viele vielleicht denken, denn allein die ernsthafte Beschäftigung mit Sexismus ist ist schon Teil des Kampfes gegen Sexismus!

#Aufschrei

Text von Kubilay Yurdakul

Anne Wizorek twitterte eines Tages: „…wir sollten diese erfahrungen unter einem hashtag sammeln. Ich schlage #aufschrei vor.“

Dies und ein Stern-Artikel über den sexistischen FDP-Bundestagskandidaten Rainer Brüderle lies somit eine Debatte über Sexismus in der deutschen Gesellschaft aufrollen. Gestern am 27. Januar 2013 war diese auch bei Günther Jauch unter der Hubrik „Herrenwitz mit Folgen – hat Deutschland ein Sexismus-Problem?“. Wenn ich diese Frage beantworten darf: JA! AUF JEDEN FALL. ERST JETZT GEMERKT?
Auf meiner Pinnwand in Facebook löste die Sendung von Günther Jauch den nächsten großen #Aufschrei aus. Viele Menschen regte die Sendung sichtlich r auf. Es ist auffällig, dass erst jetzt in den Medien bemerkt wird, dass Sexismus ein Problem ist. Ich habe das schon lange bemerkt, und besonders seit August 2012 in meiner neuen Schulklasse erkenne ich sehr, was für ein Problem doch Sexismus in der deutschen Gesellschaft ist. Dreiviertel meiner Klasse sind Jungs. Alle sind leider Sexisten. – Ich bin da wohl mit 1-2 (von 5) Frauen in meiner Schulklasse die einzigen Feminist*Innen. Teilweise haben die Jungs sogar Freundinnen und erzählen trotzdem von ihren Geschichten, die ich hier nicht wiedergeben möchte. Die deutlichsten Aussagen der Jungs in meiner Schulklasse sind:
●· „Frauen haben es so gut. Kriegen mit Jeden Sex, ohne viel dafür zu tun“
●· „Frauen sind doch eh nur zum vögeln da…“
Als ich meinen männlichen, sexistischen und homophoben Klassenkameraden erzählte, dass ich alleine und selbstständig wohne hieß es auf einmal:
●· „Du könntest jede Nacht eine Andere haben…“
●· „Kocht dir deine Mutter nichts zu essen?…Wenn ich nachhause komme, hat meine Mutter immer was zu essen fertig. Ich liebe das…“
Nein, Frauen sind nicht nur zum „vögeln“ da. Nein, ich will nicht jede Nacht eine Andere haben. Nein, ich will mein Essen selber machen. Ich koche selber. Ich mache selbst meinen Haushalt. Diese Bequemlichkeit mit dem Motto „Soll doch die Frau machen“, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich ignoriere das. Ich „chille“ einfach, wenn ich mit dem Essen kochen fertig bin, mit einer Flasche Cola und gucke Fernsehen. – Nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann die Belohnung. – Bitte nicht sexistisch verstehen!
Wir leben leider in einer männer-dominierten Gesellschaft. Doch ich kann nicht verstehen, warum. Warum meinen Männer – außer männliche Feministen – Rechte über Frauen haben zu können? Es ist für mich nicht erklärbar, warum es beispielsweise in meiner Klasse sexistische Gedanken gibt.
Für mich sind diese sexistischen Sprüche echt blöd. Wieso sollte ich als Mann die Frauen als Objekt sehen? Die sexistischen Männer verstehen aber auch mich nicht. Sie sehen mich als Homosexuellen an, da ich Frauen und Männer nicht unterscheide, alle als Menschen sehe, die auf diesen Planten geboren sind – Scheiß auf Nationalitäten, Hautfarbe, Religion und so weiter. Ich bin ein feministischer Mensch, der Rechte für Frauen, Homo-, Trans- und Intersexuellen fordert. Jeder Mensch soll den gleichen Wert und die gleichen Rechte haben. Doch die Gesellschaft versteht das noch nicht.
Seit dem ich die Oberstufe besuche, konfrontiert mich der Sexismus fast täglich. Ich diskutiere ständig mit dem Ober-Sexisten, der jedes Wochenende überall in NRW in die Discos geht und eine Frau nach den Anderen „verschleppt“, wenn sie betrunken ist. Er betreibt also schon sexualisierte Gewalt. Zwar sind Männer meist die mit dem Scheiß Sexismus. Davon will ich aber Frauen nicht ausnehmen.
Es gibt leider Frauen, die in dieser sexistischen, männer-dominierte Welt sogar mitmachen und auf diese Sachen, die nur der Mann will, eingeht, ob sie will oder nicht. Doch es ist eine Grundvoraussetzung für die Veränderung der männer-dominierten Gesellschaft, dass auch duiese Frauen sich das Problem erkennen und endlich reagieren. Zeigt den Männern, dass Sexismus scheiße ist. Nur wenn alle Frauen auf der Seite des Feminismus sind, ziehen Stück für Stück auch Männer mit. Vielleicht nicht alle, aber Schritt für Schritt immer mehr.

Wir müssen einiges tun. – Mein Appell an Alle:
STOP SEXISM (Stoppt Sexismus)

(Quelle: kubeluxembourg.tumblr.com)“