„Für linke Mehrheiten“ – NRW Jusos und Grüne Jugend NRW positionieren sich gemeinsam im Vorfeld der Landtagswahl 2022

Düsseldorf, den 22.03.22 

Im Vorfeld der Landtagswahl im Mai stellten NRW Jusos und Grüne Jugend NRW am 21. März ein Papier vor, in dem sie gemeinsame Positionen der beiden Jugendverbände hervorheben. Die Jugendverbände von SPD und Grünen in NRW sind sich einig: Linke Mehrheiten und eine milliardenschwere Investitionsoffensive sind in NRW nötig, um einen echten Wechsel in der Landespolitik einzuleiten. Dem Stillstand der schwarz-gelben Landesregierung setzen sie Aufbruch und ambitionierte Vorhaben in den Bereichen Energie/Klima, Bildung und Demokratie/Zivilgesellschaft entgegen.  

„Seit nunmehr fünf Jahren erleben die Menschen in NRW eine Landesregierung, die lieber Politik darstellt, anstatt anzupacken. Das merken wir jetzt schmerzlich in jeder Krisensituation, egal ob Klimakrise, Flut-Katastrophe oder Corona-Pandemie: schwarz-gelb ist so weit von Verantwortung entfernt wie aktuell von ihrer ehemaligen Mehrheit.“ stellt Konstantin Achinger, Landesvorsitzender der NRW Jusos, heraus. 

Nicola Dichant, Sprecherin der Grünen Jugend NRW stellt heraus: „Wir glauben, dass wir mit linker Politik konkret etwas verändern können, dass wir das Leben für alle besser machen können.“ Rênas Sahin, Sprecher Grüne Jugend NRW fügt hinzu: „Dafür braucht es aber linke Mehrheiten. Dafür streiten wir gemeinsam als NRW Jusos und Grüne Jugend NRW.“ 

Gemeinsam wollen die beiden Jugendverbände mit der Stillstands- und Rückschrittspolitik der Schwarz-Gelben Landesregierung brechen. Beide Verbände setzen dem einen gesellschaftlichen Aufbruch für das Klima und sozialen Fortschritt in NRW entgegen.

Das Positionspapier steht hier zum Download zur Verfügung. 

Die gemeinsamen Forderungen im Überblick: Sozialökologische-Transformation 

Grüne Jugend NRW und NRW Jusos fordern eine Investitionsoffensive für mehr Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Dazu gehören Rahmenbedingungen für einen zügigen Kohleausstieg und gleichzeitig Milliarden Investitionen in die erneuerbaren Energien, ohne Einkommens- und Lebensverhältnisse der Beschäftigten zu beeinträchtigen. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien zentrale Grundlage der Stromversorgung werden. Auch fordern die Jugendverbände, massiv in den öffentlichen Nahverkehr sowie in Rad- und Fußwege zu investieren und die Ticketpreise insbesondere für Auszubildende stark zu senken. 

Rênas Sahin, Sprecher Grüne Jugend NRW erläutert dazu: „Die Klimakrise steht nicht mehr nur vor der Haustür, sie steht mitten im Haus. Für uns ist klar: Die 1,5 Grad-Grenze verläuft vor Lützerath, also müssen alle Dörfer bleiben. Beim klimaneutralen Umbau der Wirtschaft darf niemand zurückgelassen werden, wir müssen Klimapolitik mit sozialem Fortschritt verbinden. Dafür braucht es ein Recht auf gute Arbeit in einer klimafreundlichen Industrie.“ Konstantin Achinger von den NRW Jusos ergänzt: „Wie wichtig die Verkehrswende ist, merken wir an den gestiegen Spritpreis und Ticketpreise. Wir schließen uns unseren Bundesverbänden an und fordern die Halbierung der Ticketpreise, das entlastet alle und schützt die Umwelt. Aber damit ist es nicht getan, wir müssen das Azubi Ticket dem Studi Ticket gleichstellen, auch das muss endlich bezahlbar werden. Der massive Ausbau der ÖPNV ist überfällig. Wir brauchen in ganz NRW Schnellbusse, Anbindungen insbesondere im ländlichen Raum.“ 

Die gemeinsamen Forderungen im Überblick: Bildungspolitik 

Des Weiteren nennen die Jugendverbände in ihrem Positionspapier Maßnahmen, die Gerechtigkeit im Bildungssystem schaffen sollen. Im Zentrum stehen massive Investitionen in die Infrastruktur und die personelle Ausstattung der Bildungseinrichtungen in NRW. Neben Breitbandanschlüssen und digitalen Endgeräten bedeutet das auch: weg von „30 Kinder pro Lehrer*in“ und hin zu multiprofessionellen Teams, die allen Kindern ein inklusives und diskriminierungsfreies Lernumfeld bieten können. 

Nicola Dichant (Grüne Jugend NRW) erläutert dazu: „Schwarz-Gelb hat den Schulfrieden so interpretiert, dass sie im Bildungsbereich einfach nichts anfassen. Notwendige Investitionen sind ausgeblieben und bei Problemen wurden Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern immer wieder alleingelassen. In NRW hängt Bildung aber immer noch viel zu stark von der Postleitzahl oder dem Geldbeutel der Eltern ab. Neben massiven Investitionen in Gebäude und Personal braucht es eine Abschaffung des 6-stufigen Notensystems, um endlich den Leistungsdruck rauszunehmen, insbesondere in den unteren Klassen.“ 

Die gemeinsamen Forderungen im Überblick: Demokratie und Zivilgesellschaft 

Ebenso möchten die Landesverbände, dass die Demokratie in NRW gestärkt wird. Im Wahlkampf machen sie sich für die Absenkung des Wahlalters auf 16 und das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger*innen stark, um somit die politische Selbstbestimmung von Migrant*innen stärkt. Außerdem fordern sie, dass das von der jetzigen Landesregierung verabschiedete Versammlungsgesetz durch ein Versammlungsfreiheitsgesetz ersetzt wird.  

Solidarität mit der Ukraine

Seit dem 24.02.22 läuft Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wir lehnen den imperialistischen und expansiven Kurs der russischen Regierung ab und verurteilen das russische Regime! Stattdessen stehen wir an der Seite der Menschen in der Ukraine und in Russland für Frieden und Freiheit ein.

Uns erreichen immer mehr Fragen, ob und wie die aktuelle Situation auch den Wahlkampf beeinflusst und ob wir guten Gewissens Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen machen können, während in der Ukraine Leid und Krieg herrscht.

Als Landesvorstand haben wir uns diesbezüglich einige Gedanken gemacht und auch Gespräche mit anderen Akteur*innen geführt. Der Kampf der Ukrainer*innen ist auch ein Kampf für Demokratie und Freiheit. Wir stehen solidarisch in diesem Kampf zusammen.

Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir auch in den nächsten Wochen und Monaten im Wahlkampf, der eine ohnehin sehr politische Zeit ist, weiterhin selbstbewusst für eine gerechtere Gesellschaft in NRW und weltweit eintreten, natürlich mit Augenmaß und mit Blick auf die Situation in der Ukraine. Neben unseren Wahlkampfaktionen rufen wir natürlich weiterhin dazu auf, die Situation zu thematisieren, auf Aktionen und Demos zu gehen und uns als ganzer Verband solidarisch an der Seite der Menschen in der Ukraine zu zeigen.

Wenn sich die Lage nochmal dramatisch verändert und es neue Sachverhalte gibt, die ein Umdenken erfordern, werden wir darüber informieren.

Aufrüstung der Bundeswehr?

Die Positionen der Grünen Jugend zu den 100 Milliarden Euro für die Aufrüstung der Bundeswehr könnt ihr in den unten geannten Artikeln nachlesen. Die Grüne Jugend lehnt insbedondere das geplant Sondervermögen dazu ab. Unsere Landessprecherin Nicola Dichant dazu in der WAZ: „Die Frage, wie sich die Bundeswehr ausrichten sollte und wie sie finanziert wird, ist nicht in kürzester Zeit zu beantworten. So etwas kann man doch nicht in einer halben Stunde entscheiden und nicht im Sinne einer deutlichen Aufrüstung“.

Hier findet ihr den vollständigen Artikel bei WAZ online.

Außerdem finder ihr hier einen Artikel im Spiegel, in dem unser Bundessprecher Timon Dzienus die Postionen der Grünen Jugend darlegt.

Unter diesem Link findet ihr die Westpol Sendung vom 13.03., in der unser Landessprecher Rênas Sahin zum Thema Aufrüstung der Bundeswehr zu Wort kommt.

GRÜNE JUGEND NRW präsentiert Kampagne zur Landtagswahl

Bildung, Mobilität und gute Orte – mit diesen Themen zieht die Jugendorganisation in den Wahlkampf

Die GRÜNE JUGEND NRW präsentierte am 12.02. in Bochum ihre eigenständige Kampagne für die Landtagswahl 2022. Mit dieser bisher größten Kampagne möchte die Jugendorganisation für ein gerechteres Nordrhein-Westfalen in den Wahlkampf ziehen und für linke Mehrheiten im Land streiten. Mit dem Slogan „NRW? Lass mal ändern!“ setzt der Landesverband auf die Schwerpunktthemen Bildung, Mobilität und gute Orte.

Mit den beiden Spitzenkandidierenden zur Landtagswahl, Michael Röls und Lena Zingsheim sowie der Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND Sarah-Lee Heinrich, stellte der Verband am Samstagabend die Inhalte und Forderungen der Kampagne vor. 

Dabei kündigte Rênas Sahin, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, an:

„Mit knapp 4000 Mitgliedern in über 70 Ortsgruppen machen wir uns auf, um für ein sozial gerechtes Nordrhein-Westfalen zu werben. Die Schwarz-Gelbe Stillstandspolitik muss beendet werden. Die GRÜNE JUGEND NRW kämpft für eine solidarische Zukunft – für die Menschen und das Klima!“

Die Bundessprecherin Sarah-Lee Heinrich betonte:

„Die aktuelle Landespolitik wird den gesellschaftlichen Notwendigkeiten in Nordrhein-Westfalen nicht gerecht. Wir verdienen eine Regierung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort und nicht an Konzernlobby-Interessen orientiert. Dazu gehört ein ambitionierter Klimaschutz im Schulterschluss mit den Arbeiter*innen statt mit RWE. Und dazu gehört auch ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr genauso wie bezahlbare Mieten und gut ausgestattete Schulen in den Kommunen. Wir kämpfen für eine Politik, die das Leben der Menschen spürbar verbessert.“

Im Bereich Bildung fordert die GRÜNE JUGEND NRW eine flächendeckende Investitionsoffensive für Schulen und Berufsschulen, um allen Lernenden einen guten Zugang zu Bildung zu ermöglichen. 

Dazu Nicola Dichant, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Wir müssen das Bildungssystem umdenken und einen Systemwechsel hinbekommen. Es kann nicht sein, dass uns in den Schulen die Dächer wortwörtlich auf den Kopf fallen, Auszubildende keine Weiterbeschäftigung finden und Studierende gerade in der Pandemie alleingelassen werden. Hier hat Schwarz-Gelb versagt! Unsere Bildung muss mehr wert sein.“

Weiterhin macht sich die GRÜNE JUGEND NRW für eine Verkehrswende in Nordrhein-Westfalen stark. So müssen die Preise für die Azubi-Tickets mindestens auf das Niveau der Studierenden-Tickets runter. 

Rênas Sahin ergänzt

„Der ÖPNV muss in den Städten und auf dem Land flächendeckend ausgebaut werden und mittelfristig kostenfrei sein, damit sich der Umstieg auch für alle lohnt. Statt Prestigeprojekten beim Autobahnausbau kann das Land hier seiner Verantwortung gerecht werden, das Klima schützen und allen Menschen kostenfreie Teilhabe und Mobilität zukommen lassen.“

Zudem setzt sich der Verband für gute Orte im ganzen Bundesland ein. Dafür braucht es bezahlbaren Wohnraum überall in Nordrhein-Westfalen und ein umfassendes Investitionsprogramm in den Städten und Gemeinden, damit diese ihrem Auftrag der sozialen Daseinsvorsorge nachkommen können.

Hierzu erklärt Nicola Dichant:

„In vielen Städten explodieren die Mietpreise und viele Menschen wissen nicht mehr, wie sie noch über die Runden kommen können. Gleichzeitig steigen die Renditen und Profite von privaten Wohnungsunternehmen massiv. Wir müssen alle Mittel ausschöpfen, um die vielen Millionen Mieter*innen in Nordrhein-Westfalen zu schützen, dazu gehört eine scharfe Mietpreisbremse und ebenso das Mittel der Vergesellschaftung.“

Anmeldung zur Bustour!

Landtagswahlkampf im eigenen Kreis- oder Ortsverband? Läuft.

Landtagswahlkampf, mit dem Tourbus der GRÜNE JUGEND NRW? Fetzt!!

Deshalb kommen wir euch besuchen – schickt uns jetzt eine Anfrage, damit wir bei euch vorbeikommen!

Vom 11. April bis zum 14. Mai fahren wir mit unserem (E-)Bus durch ganz NRW, um vor Ort zu sein, mit euch coole Aktionen zu starten und zu zeigen, wofür wir als GRÜNE JUGEND NRW kämpfen. Also? Füllt das Formular aus und holt uns zu euch!

Was machen wir bei unserem Tourstop bei euch?

Für unseren Tourstop könnt ihr ein thematisches Aktionspaket wählen, das dann Mittelpunkt unserer Aktion bei euch sein wird. 

Hier findet ihr eine kurze Beschreibung, worum es bei den einzelnen Aktionen geht:

Bildung: Schule, Ausbildung, Studium – all das ist unsere tagtägliche Realität. Und Probleme gibt es dabei viele – von Unterfinanzierung über Leistungsdruck bis miserablen Arbeits- oder Lernbedingungen. Aber muss das so sein? Oder, wie könnte es besser sein? Mit unsere Aktion zum Thema Bildung zeigen wir die Missstände in der Bildung auf!

Verkehr: Das Zugfahren meist unpünktlich sein bedeutet und dazu viel zu teuer ist, ist kein Geheimnis. So wird das nichts mit der Klimaneutralität. Wir sagen: Da geht noch was! Mit unserer Aktion zum Thema Verkehrswende zeigen wir, was schief läuft und wie viel Potenzial in einer sozialen und klimaneutralen Mobilität steckt!

Gute Orte: Wohnen ist teuer, zu teuer, und wird immer noch teurer. Und auch ansonsten müssen Städte und Kommunen meistens jeden Euro zweimal umdrehen. Dabei steckt in unseren Städten und Dörfern so viel mehr! Gemeinsam zeigen wir mit unser Aktion, was in unseren Orten fehlt für das gute Leben für alle!

Was brauchen wir von euch?

Alles an Material bringen wir mit! Ihr braucht also nichts außer einem geeigneten Ort und gerne ein paar Helfer*innen bei der Aktion. Alle Aktionen sind an allen Orten möglich, wir aktivieren Passant*innen mitzumachen, zeigen Präsenz für junggrüne Themen und begeistern jung und alt vor Ort! Natürlich verteilen wir Unmengen an Flyern und Give-Aways! 

Zudem benötigen wir auch finanzielle Unterstützung, um die Bustour realisieren zu können. Grundsätzlich kostet ein Stop 350€. Wenn Menschen aus eurer lokalen GRÜNE JUGEND-Basisgruppe dazu kommen und bei der Aktion dabei sind, kostet er nur 250€. Falls ihr das Geld gar nicht aufbringen könnt, meldet euch bei unseren Wahlkampfmanager Linus, dann finden wir eine Lösung! 

Es ist auch möglich uns als GRÜNER Kreisverband zu buchen, wenn es keine GJ vor Ort gibt, dann kostet der Stop ebenfalls 350€.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr gemeinsam mit uns die Aktionen durchführt, Flyer von euren Kandidat*innen vor Ort verteilt und euch im besten Fall als Ortsgruppe der GRÜNEN JUGEND beteiligt – wir kommen aber natürlich genauso gerne, wenn es bei euch noch keine GJ vor Ort gibt. 

All I want for Christmas is… eine feministische Bundesregierung!

Online-Veranstaltung am 17.12.

Die Ampel bezeichnet sich als Koalition des Fortschritts und räumt mit vielen längst überholten antifeministischen Einschränkungen auf. Endlich werden § 219a und das TSG (Transsexuellengesetz) abgeschafft. Aus feministischer Sicht also ein Grund zur Freude? Warum wir trotz der Verbesserungen, die die Ampelregierung mit sich bringen wird, kämpferisch bleiben sollten, darüber sprechen wir mit unserer Bundessprecherin Sarah-Lee Heinrich.

Die Veranstaltung findet am 17.12. um 17 Uhr online auf Zoom statt. Den Link erhaltet ihr nach der Anmeldung. Bitte hier eintragen:

Anmeldung

Wir fragen dein Geschlecht im Zuge unseres Beschlusses für ein Gender Budgeting ab. Du kannst auch "keine Angabe" auswählen.
Bitte prüfe deine Angabe sorgfältig, damit wir dich auch erreichen können.