NEIN zu sexualisierter Gewalt und Rassismus

Racial Profiling ist keine Lösung!

Zum Polizeieinsatz am Kölner Hauptbahnhofsplatz in der Silvesternacht kommentiert Moritz Heuberger, Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND:
„Wir sind froh, dass es in diesem Jahr nicht zu Übergriffen und sexualisierter Gewalt in Köln kam. Im Zuge des dortigen Polizeieinsatzes wurden jedoch Menschen allein aufgrund des Aussehens und der dadurch vermuteten ethnischen Zugehörigkeit unterschiedlich behandelt und in ihren Rechten verletzt. Dieses Vorgehen der Polizei bei den Kontrollen war nicht verhältnismäßig und verstößt gegen den grundgesetzlich festgelegten Gleichheitsgrundsatz. Sicherheit durch Diskriminierung zu erzwingen, ist der falsche Weg. Wir lehnen das rassistische Racial Profiling ab und fordern Polizei und Innenministerium auf, sich von solchen diskriminierenden Praktiken zu distanzieren und diese in Zukunft zu unterlassen.“

Julia Wenzel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt:
„Vor dem Hintergrund der hunderten sexualisierten Übergriffe im letzten Jahr  war die erhöhte Polizeipräsenz richtig, um eine Wiederholung dieser schrecklichen Vorfälle zu verhindern. Die Verwendung des entschmenschlichenden Wortes „Nafri“ als Bezeichnung für aus Nordafrika stammende Personen zeugt aber von mangelndem Bewusstsein gegenüber institutionellem Rassismus innerhalb der Polizei. Wir fordern daher entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen bei den Aus- und Weiterbildungen von Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig zeigt die anschließende Diskussion in den Sozialen Medien, wie tief rassistisches Denken alle Teile der Gesellschaft durchdringt. Wir stellen uns klar gegen Pauschalverurteilungen und jede Form des rassistischen Gedankenguts.“

Januarmail 2017

Liebe Mitglieder,  liebe Interessierte,

2017 wird ein verrücktes, aufregendes und spannendes Jahr für uns. Wir freuen uns, wenn ihr uns unterstützt und mit uns den Wahlkampf rockt!
Das erwartet euch im Januar:
Sonntag, 8. Januar, 12:00 Uhr, Düsseldorf Landesvorstandssitzung in der LGS Wenn ihr als Gast an der LaVoSi teilnehmen wollt, meldet euch bitte bei Wiebke (wiebke.stange@gj-nrw.de) an. Mehr erfahren>>
Sonntag, 15. Januar, 10:30 Uhr, Düsseldorf Treffen der Wahlkampfkommission in der LGS Mehr erfahren>>
Samstag, 21. Januar, 11:00 Uhr, KGS Köln Workshop Freiwilligenmanagement Wie organisiert man die Arbeit in einer Basisgruppe so, dass sich alle wohl und motiviert fühlen? Und das auch noch in einem Superwahljahr? Die Antworten dazu gibt unser Seminar. Mehr erfahren und Ameldung>>
Samstag, 28. Januar, 11:00 Uhr, KGS Essen Workshop Veranstaltungsorganisation Vom Flop zu Top – wie ihr eine erfolgreiche Veranstaltung wuppt, erklärt euch dieses Seminar. Mehr erfahren und Anmeldung>>

Sonntag, 29. Januar, 13:00 Uhr, KGS Duisburg „Bist du ein Junge oder ein Mädchen?“ – „Nein!“ Geschlechtsidentität: nicht-binär & genderqueer Es gibt wieder ein queerfeministisches Treffen! Dieses Mal beschäftigen wir uns gemeinsam mit dem Arbeitskreis Queer mit genderqueeren und nicht-binären Identitäten, also Menschen, die sich nicht als rein männlich oder weiblich verstehen oder sich nicht in diese zweigeschlechtlichen Kategorien einordnen lassen. Mehr erfahren>>
+++SAVE THE DATE+++ Samstag, 11. März, bis Sonntag, 12. März, 2017 Landesmitgliederversammlung in Bornheim-Walberberg
Seminare der Heinrich Böll Stiftung NRW 2017 Im neuen Jahr bietet die Heinrich Böll Stiftung (HBS) NRW wieder zahlreiche spannende Seminare an, die wir euch ans Herz legen möchten: Rhetorik gegen Rechts, Körper-, Stimm- und Sprechtraining, Veranstaltungsmanagement, Pressearbeit, … Schaut euch im Programm um und schreibt uns eine Mail (buero@gj-nrw.de), an welchem Seminar ihr teilnehmen wollt. Wir geben eure Anmeldung dann an die HBS weiter. Das Beste zum Schluss: Wir zahlen für euch die Teilnahmegebühr!
Was macht der Landesvorstand und was steht an?

Wir sind geschafft! Viele anstrengende, aber auch erfolgreiche Monate liegen hinter uns. Auf der letzten Landesdelegiertenkonferenz der GRÜNEN NRW hat es nicht nur Lisa-Marie auf den aussichtsreichen 17. Platz der Bundestagsliste geschafft; wir konnten auch viele unserer Forderungen im Landtagswahlprogramm verankern, die ihr hier nachlesen könnt.

Im Dezember hat uns aber auch weiterhin das Thema Geflüchtetenpolitik beschäftigt. NRW-Innenminister Jäger hat Abschiebungen nach Afghanistan ohne Wissen oder Zustimmung des GRÜNEN Koalitionspartners genehmigt. Unsere Position dazu findet ihr hier. Jede Abschiebung nach Afghanistan ist ein konkreter Angriff auf Menschenleben und ein politischer Angriff auf Menschenrechte.

Auf einer außerordentlichen Landesmitgliederversammlung haben wir Mitte Dezember zudem einstimmig die Beteiligung am Landtags- und Bundestagswahlkampf der GRÜNEN beschlossen. Auf unserem Basisforum haben wir euch außerdem gefragt, wie der Stand bei euch vor Ort ist und wo der Schuh drückt. Falls ihr nicht dabei sein konntet, könnt ihr hier unsere Umfrage ausfüllen. Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen!

Und 2017? Kann kommen! Auf einer konstituierenden Sitzung der Wahlkampfkommission haben wir die Grundlagen für unseren Wahlkampf gelegt – seid gespannt! Das Jahr 2016 war, nunja, durchwachsen. Weltpolitische Katastrophen, Rückschläge, aber auch Erfolge für uns lagen nah bei einander. Für die Jahresendpause empfehlen wir euch unseren Jahresrückblick, den ihr auf Facebook unter #gjnrw2016 verfolgen könnt.  Jetzt wünschen wir euch aber erstmal eine erholsame Zeit – 2017 starten wir dann mit neuer Energie durch!

 

Euer Landesvorstand
Jule, Max, Wiebke, Andi, Nyke, Michael, Cylia und Nils

Mit den GRÜNEN in die Wahlkämpfe 2017!

Am 17. Dezember hat die Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND NRW in Düsseldorf die Beteiligung am Wahlkampf der GRÜNEN im Landtags- und Bundestagswahlkampf beschlossen. Die Basis des Jugendverbandes stimmte einstimmig für den gemeinsamen Wahlkampf.

Sprecherin Julia Wenzel sagt dazu: „Unsere Gesellschaft steht im Wahljahr 2017 vor großen Herausforderungen. Der zunehmenden sozialen Spaltung und einem deutlichen Rechtsruck wollen wir gemeinsam mit den GRÜNEN NRW unseren Kampf für eine offene und gerechte Gesellschaft gegenüberstellen. Deswegen haben wir uns entschlossen, an den Wahlkämpfen zur Landtags- und Bundestagswahlen teilzunehmen.“

Sprecher Max Lucks erklärt abschließend: „Wir haben als Jugendverband viele zentrale Forderungen für eine progressive, emanzipatorische Politik im Landtagswahlprogramm der GRÜNEN NRW verankern können. Darüber hinaus stellen wir für Landtag und Bundestag starke Kandidat*innen, die die junge Generation mit viel Leidenschaft im Parlament vertreten werden.“

Die GRÜNE JUGEND NRW hat mit Nyke Slawik und Tim Achtermeyer zwei Kandidat*innen auf der Landtagsliste NRW, sowie mit Lisa-Marie Friede eine Kandidatin für den Bundestag aufgestellt. Eine Zusammenfassung der junggrünen Positionen im Wahlprogramm ist hier zu finden.

Verändern wir die Realität – und fangen 2017 damit an!

Der massive globale Rechtsruck treibt uns als GRÜNE JUGEND Nordrhein-Westfalen um. Wir sind gefordert, weil Menschenfeindlichkeit, Umweltzerstörung und Ungerechtigkeiten nicht noch mehr Realität werden dürfen. Gleichzeitig erleben wir eine politische Entwicklung, in der unsere Vorstellung von einer freien, ökologischen, solidarischen und demokratischen Gesellschaft mehr denn je und von verschiedensten politischen Akteur*innen angegriffen wird.

Wir kämpfen für eine bessere Welt

Wir wollen deswegen nicht nur die bestehenden Zustände kritisieren, sondern für eine Veränderung kämpfen. Klar ist aber auch: Neben Aktivismus brauchen wir für uns und unsere politischen Ziele laute Stimmen in den Parlamenten. Mit der junggrünen Vision haben wir zudem eine starke inhaltliche Grundlage geschaffen. In den letzten Wochen und Monaten haben wir mit unglaublichem Engagement für ein junggrünes NRW in und außerhalb der Grünen Partei stritten.

Mit den GRÜNEN NRW für diese Welt kämpfen

Es gab Entscheidungen der GRÜNEN, die wir kritisieren mussten. Als stachliger, junger Verband konnten wir jedoch oftmals Debatten und Entscheidungsfindungen in unserem Sinne beeinflussen. Vielmehr noch haben wir zentrale Forderungen unseres Verbandes für eine progressive, emanzipatorische Politik im Landtagswahlprogramm der GRÜNEN NRW verankern können. Nicht nur Inhalte konnten wir unterbringen – wir schicken mit Lisa-Marie, Nyke & Tim auch drei eigene Vertreter*innen unserer junggrünen Generation ins Rennen, die uns in den Parlamenten vertreten sollen.
Wir wollen Mauern in den Köpfen einreißen und eine Gesellschaft für Alle bauen. Wir wollen für soziale Gerechtigkeit in NRW und im Bund kämpfen, damit jeder Mensch in Würde und selbstbestimmt leben kann. Wir wollen Klimaaktivismus und jetzt die Energiewende stärken. Diese bessere Welt wollen wir erreichen. Das können wir als GRÜNE JUGEND NRW nicht allein. Deshalb machen wir Wahlkampf für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei den Landtags- und Bundestagswahlen 2017.

Beschluss der SonderLMV am 17.12.2016 in Düsseldorf

Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

GRÜNE JUGEND NRW fordert Erklärung und Abschiebestopp von Innenminister Jäger

Am Morgen des heutigen Mittwochs, 14. Dezember, wurde bekannt, dass unter den Geflüchteten, die in Sammelabschiebungen nach Afghanistan abgeschoben wurden, auch zehn abgelehnte Asylbewerber*innen aus NRW sind. Im Zuge dessen trat die flüchtlingspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Monika Düker, zurück.

Dazu erklärt Max Lucks, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW: „Die Beteiligung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums an den Sammelabschiebungen erfolgte ohne jegliche Absprache mit dem grünen Koalitionspartner. Ein solcher Alleingang eines Innenministers ist untragbar. Unmissverständlich zeigt die NRW-SPD hiermit, dass sie ganz vorne mitspielen will beim Kampf darum, wer am härtesten und unmenschlichsten mit Geflüchteten umgehen kann. Dass sie hierfür sogar gegen die offiziellen Koalitionslinien verstößt, lässt Böses erahnen für die zukünftige Ausrichtung dieser Partei.“

Julia Wenzel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt: „Monika Dükers Rücktritt ist nur folgerichtig, da sie von der NRW-SPD massivst in der Ausübung ihres Amtes behindert wurde. Für Afghanistan gilt nicht nur eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes; es ist unmöglich, die Sicherheit der dorthin abgeschobenen Geflüchteten sicherzustellen. Wir fordern den Innenminister und die NRW-SPD daher auf: Stoppen Sie unverzüglich die Sammelabschiebungen nach Afghanistan! Erklären sie sich! Ihnen scheint die menschenrechtliche Verantwortung, die mit Ihrem Amt einhergeht, schlichtweg nicht bewusst zu sein!“