Im Angesicht der Klimakrise müssen wir die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzen.
Weder der Neubau von Autobahnen, noch die Forcierung von Zwangsumsiedlungen und
Zerstörung der Infrastruktur, um den Weg für die Braunkohlebagger frei zu
machen, sind damit in Einklang zu bringen. Die Aktivist*innen im Dannenröder
Wald sowie in Unser Aller Wald und den bedrohten Dörfern stellen sich der
Zerstörung in den Weg. Wir als GRÜNE JUGEND NRW stehen solidarisch an ihrer
Seite.

Ob Dannenröder Wald oder Lützerath, in beiden Fällen werden gesellschaftliche
Konflikte nicht durch Politik aufgelöst, sondern durch Polizeieinsätze
angeheizt. Die mit den Rodungen einhergehenden Polizeieinsätze stellen inmitten
der zweiten Welle der Corona-Pandemie ein Infektionsrisiko für Aktivist*innen
sowie Polizist*innen. Darüber hinaus traumatisiert und verletzt jeder Einsatztag
bei den Rodungen mehr Menschen. Durch den Räumungseinsatz im Dannenröder Wald
sind schon mehrere Aktivist*innen durch die Polizei schwer verletzt worden.
Damit es anders als bei der Räumung der Besetzung des Hambacher Waldes 2018
nicht zu Toten kommt, braucht es einen sofortigen Stopp der Rodungs- und
Räumungsarbeiten.

Die GRÜNE JUGEND NRW fordert:

  • Eine zukunftsfeste Leitentscheidung der NRW-Landesregierung, die den
    Erhalt aller bedrohten Dörfer garantiert
  • Einen Stopp der Rodungsarbeiten im Rheinischen Revier sowie im Dannenröder
    Wald und die Aussetzung der beiden Polizeieinsätze
  • Keine weitere Zerstörung von Infrastruktur in den bedrohten Dörfern sowie
    ein Abriss und Zwangsumsiedlungsstopp
  • Aussetzung der beiden Polizeieinsätze
  • Schlichtung des Konflikts um den Dannenröder Wald – reden statt roden –
    Die Sicherheit von Aktivist*innen, Polizeikräften und Waldarbeiter*innen
    muss an erster Stelle stehen