Offener Brief an Ralf Jäger

Sehr geehrter Herr Minister Jäger,

wir sind erschüttert über Berichte über einen Polizeieinsatz, der sich auf einer Wiese in der Nähe des Tagebaus Hambach ereignet hat. Auf der Wiese leben Klimaaktivist*innen, die sich gegen den Abbau und

die Verstromung von Braunkohle stellen. Nach den Berichten über den Polizeieinsatz wurden von der Polizei unter anderem Steckdosenleisten, Handys, Medikamente und Tagebücher beschlagnahmt. Es wurde

somit tief in die Grundrechte der Aktivist*innen eingegriffen.

Für uns stellen sich folgende Fragen:

Was ist der Grund für diesen Einsatz gewesen?

Warum ist die Beschlagnahmung von Medikamenten notwendig gewesen?

Warum wurden Tagebücher beschlagnahmt?

Warum wurden Seile, mit denen sich Aktivist*innen auf den Bäumen gegen einen Absturz sichern, zerschnitten?

Wer hat diesen Einsatz angeordnet?

Gab es eine richterliche Genehmigung für diese Durchsuchung?

Im Umfeld von Protesten gegen den Tagebau ist es auch in der Vergangenheit zu merkwürdigen Situationen gekommen. So wurden Aktivist*innen im letzten Sommer nach ihrer Festnahme mit Bussen von RWE weggebracht. Wir fragen uns, ob dafür Steuergelder an RWE gezahlt wurden oder ob RWE die Busse freiwillig zur Verfügung gestellt hat. Wie genau sah in diesem Fall die Kooperation von RWE mit der örtlichen Polizei aus?

Wir freuen uns, wenn Sie uns diese Fragen beantworten können.

Wir bedanken uns schon jetzt für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,

der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND NRW

GRÜNE JUGEND NRW möchte Schulen entscheiden lassen!

G8: GRÜNE JUGEND NRW möchte Schulen entscheiden lassen

Anlässlich der Diskussion über die Wiedereinführung der neunjährigen Gymnasialschulzeit erklärt Lisa-Marie Friede, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:
„G8 hat zu einer deutlich höheren Belastung der Schüler*innen geführt. Daher begrüßen wir die Ankündigung der rot-grünen Regierung in Niedersachsen, G9 wieder einzuführen. Auch NRW sollte nun handeln und den Schulen die Entscheidung über G8 oder G9 überlassen. Wir haben nie einen breiten Konsens für G8 gesehen! Insbesondere die LandesschülerInnenvertretung hat G8 immer wieder kritisiert.“

Sebastian Klick, ebenfalls Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW ergänzt:
„Es gibt in NRW Sekundar- und Gesamtschulen, die nach wie vor in 9 Jahren zum Abitur führen. Für uns gibt es keinen Grund diese Möglichkeit den Gymnasien im Land zu verweigern. Grundsätzlich sollen alle Schüler*innen die Zeit zum lernen bekommen die sie brauchen! Wir fordern die grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann auf, den Schulen die Entscheidung zu überlassen, welches Modell sie wählen wollen.“

Splitterparteien im Parlament – mehr Demokratie für Europa?

Am Mittwoch , den 26.02.14 erklärte das Bundesverfassungsgericht die in Deutschland bis dato rechtskräftige Drei-Prozent-Klausel bei Europa-Wahlen für verfassungswidrig. Diese war im Oktober 2013 vom Bundestag beschlossen worden, nachdem zwei Jahre zuvor die damals geltende Fünf-Prozent-Hürde mit derselben Begründung als nichtig erklärt wurde. Solch eine Hürde verstoße nämlich sowohl gegen die Chancengleichheit politischer Parteien als auch gegen die Wahlrechtsgleichheit.

Dass die Chancengleichheit politischer Parteien durch diese Entscheidung begünstigt wird, ist leicht ersichtlich. Und doch auch gut so. Das stärkt ja immerhin die Demokratie. Oder?

Nun ja, ganz so einfach ist es vielleicht nicht. Natürlich bekommen bei der kommenden Legislaturperiode nun auch kleinere Parteien ein bis zwei der deutschen Sitze im Europaparlament. Aber zu den begünstigten Parteien zählen nicht nur die Piraten, die Tierschutz- oder die Rentner-Partei, sondern ebenso die AfD oder die NPD, also Europa-Skeptiker bis hin zu Europa-Gegnern. Ob die Entscheidung auf dieser Grundlage zu befürworten ist, oder nicht – das mag jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, sofern Parteien verfassungskonform sind, müssen, egal wie klein sie sind, die für sie abgegebenen Stimmen genauso stark gewichtet werden, wie es Stimmen für ‚große‘ Parteien werden. Fakt ist aber auch, dass das Europäische Parlament durch Aufhebung von Prozent-Hürden und den damit folgenden Splitterparteien instabiler werden könnte und sein momentan steigender Einfluss auf Entscheidungen der Europäischen Union ins Stocken geraten könnte. Aus diesem Grunde forderte das Parlament selbst im November 2012 die Mitgliedsstaaten dazu auf, für angemessene Mindestschwellen zu sorgen, um verlässliche Mehrheiten im Parlament zu haben.

Bedeutet die Entscheidung jetzt also mehr oder weniger Demokratie für Europa? Eine schwierige Frage. Einige Demokratie-Befürworter sprechen sich dafür, andere ‚Demokratie-Befürworter‘ dagegen aus.

Auch wenn länderübergreifende Fraktionen aus verschiedenen Parteien gebildet werden wie beispielsweise die „Progressive Alliance of Socialists and Democrats“ (SPD), stimmen die Mitglieder des Europäischen Parlaments zumeist länderspezifisch ab. Das heißt, die SPD-Abgeordneten, CDU-Abgeordneten, Grünen-Abgeordneten usw. stimmen meistens gemeinsam im „deutschen Interesse“ ab. Das mag nicht nur erst mal seltsam wirken, weil es das deutsche Interesse vermutlich gar nicht gibt, sondern außerdem weil es nicht sonderlich demokratisch ist. Wir wählen doch unterschiedliche Parteien, da wir davon ausgehen, dass sie unterschiedliche Meinungen vertreten. Soll das also heißen, dass es vollkommen egal ist, wen wir wählen, weil es sowieso immer nur um „das deutsche Interesse“ geht? Soll die EU also ein Machtkampf ihrer Mitgliedsstaaten sein? Ist es nicht langsam endlich an der Zeit, europäisch und nicht nationalistisch zu denken?

Schließlich stellt sich noch die Frage der Wahlrechtsgleichheit. Die Stimme jedes Wählers soll laut Grundgesetz gleich viel Einfluss auf die Zusammensetzung eines Parlaments haben. Die Aufhebung der Prozent-Hürde in Deutschland mag zwar alle von Deutschen abgegebenen Stimmen gleichwertig machen, das ändert aber nichts daran, dass das Gewicht der eigenen Stimme, je nachdem welcher Nationalität man offiziell angehört, variiert. Das liegt daran, dass jedes Land ein bestimmtes Kontingent an Sitzen im Europaparlament zugeschrieben bekommt, welches abhängig, aber nicht proportional, von / zu seiner Einwohnerzahl ist. In Deutschland kamen bei der letzten Europawahl beispielsweise 815.222 Wähler auf einen Abgeordneten, in Malta währenddessen 69.601 Einwohner auf einen Abgeordneten. Die Wahlrechtsgleichheit scheitert hier also vor allem an den Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern und nicht an denen innerhalb eines Landes. Sicherlich ist es gut, dass durch dieses System Alleingänge der großen Länder verhindert werden, nur sollte es bei einem Projekt wie Europa – wie bereits erwähnt – doch eigentlich nicht um einen Kampf zwischen Nationalitäten gehen, sondern diese überwunden werden.

Könnte es dann nicht langsam mal an der Zeit sein, das (Wahl-)System auf europäischer Ebene dahingehend zu reformieren, dass wir in Europa mehr echte als Schein-Demokratie und -Gleichheit haben, anstatt sich auf Bundesebene darüber zu streiten, ob ein Land durch geringfügige Anpassung an die eigene Verfassung den nationalen Einfluss in einem Verband verliert, der sich für einen „sozialen und territorialen Zusammenhalt und Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten“ ausspricht?

 

von Katharina Weiler

Internationaler Tag gegen Rassismus

Heute ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Anlass dafür war eine Demonstration gegen ein rassistisches Gesetz 1960 in Südafrika, auf der 69 Menschen von der Polizei getötet wurden. 6 Jahre später wurde von der UN der Tag ins Leben gerufen und hat bis heute nicht an Aktualität verloren. Noch immer gibt es überall auf der Welt Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe und Herkunft. Noch immer werden aus rassistischen Motiven Schwarze auf der Straße fast umgebracht wie vermutlich erst letzte Woche in Mainz. Noch immer bestimmen Stammtischparolen und platter Alltagsrassismus das Leben vieler. Und noch immer sterben an den Außengrenzen Europas Menschen, weil Nicht-Europäer*innen hier von der Politik ungern gesehen sind. Rassismus wird viel zu häufig als Normalität angesehen und es werden die Augen davor verschlossen. Deshalb möchten wir den heutigen Tag nutzen, um uns allen die Wichtigkeit des Themas ins Gedächtnis zu rufen. Rassismus darf nicht Normalität sein und sollte bei niemandem zum Alltag gehören müssen. Als GRÜNE JUGEND NRW werden wir weiterhin alles dafür tun, eine Gesellschaft ohne Rassismus zu gestalten und Diskriminierung überall anzuprangern und zu bekämpfen. Unsere Solidarität gilt den Betroffenen, denn für uns ist ganz klar: Jeder Mensch ist anders und alle sind gleich! Kein Mensch ist illegal!

 

GRÜNE JUGEND NRW begrüßt Klage gegen Landesregierung!

Anlässlich der geplanten Klage der Stadt Waltrop gegen das Zielabweichungsverfahren zum geplanten Kohlekraftwerk in Datteln, erklärt Lisa-Marie Friede, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Wir begrüßen die Klage gegen das Zielabweichungsverfahren. Die Landesregierung sagt zwar immer im Fall Datteln entscheiden die Gerichte, doch die Gerichte haben bereits ein rechtskräftiges Urteil gefällt. Dieses Urteil, das vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurde, müssen endlich auch alle Parteien im Landtag anerkennen. Wir fordern die Umsetzung der Gerichtsentscheidung, und die Wiederherstellung des Naherholungsgebietes auf Kosten von e-on!“

Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW ergänzt:

„Deutschland exportiert immer größere Mengen an Strom, es gibt in Deutschland große Überkapazitäten, die mit einem weiteren Kraftwerk nur noch größer und teurer werden! Die Stromversorgung der Bahn ist mit der Fertigstellung der Umrichteranlagen in Datteln ebenfalls gesichert, sodass das Kraftwerk Datteln 4 unnötig ist. Statt neue Kohlekraftwerke durchzusetzen muss insbesondere die NRW-SPD endlich im Jahrhundert der regenerativen Energien ankommen und die Energiewende vorantreiben!“

Mach mit!

News



13. Januar 2025

PM: Keine weiteren Rodungen am Hambacher Tagebau! Klimaschutz ist Menschenschutz.

Düsseldorf, den 13. Januar 2025 – Die Grüne Jugend NRW beobachtet mit Sorgen und Unverständnis die neuesten Entwicklungen am Tagebau Hambach. Im Fokus der Kritik steht das intransparente und respektlose Vorgehen vonseiten RWE. Erst kurze Zeit nach Bekanntwerden des neuen Hauptbetriebsplans möchte das Unternehmen wieder mal Fakten schaffen und sich über die berechtigten Interessen aus […]

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17. Dezember 2024

PM: Keine Bezahlkarte für Geflüchtete – noch kann es verhindert werden!

Düsseldorf, den 17.12.2024 – Die GRÜNE JUGEND NRW spricht sich wiederholt entschieden gegen die geplante Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete in Nordrhein-Westfalen aus. Die Einführung einer solchen Karte stellt nicht nur einen Rückschritt für die gesellschaftliche Integration dar, sie zementiert den strukturellen Rassismus, den es eigentlich mit jeder politischen Handlung entschieden zu bekämpfengilt. „Eine Bezahlkarte […]

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26. November 2024

PM zum Stellenabbau bei Ford und Thyssenkrupp

“Sozialverträgliche Lösungen für Beschäftigte haben oberste Priorität“ Die Nachricht über den geplanten Stellenabbau bei Ford in Köln und Thyssenkrupp Steel in Duisburg macht die GRÜNE JUGEND NRW betroffen. Denn nun wird eine jahrelang fehlgeleitete Industriepolitik und strategische Orientierungslosigkeit endgültig zur Existenzbedrohung für viele Arbeiter*innen. Die Grüne Jugend NRW steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten […]

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GRÜNE JUGEND NRW vor Ort

Du möchtest dich vor Ort engagieren, weißt aber nicht, wie du damit starten sollst? Hier kannst du nach einer Ortsgruppe der GRÜNEN JUGEND NRW in deiner Nähe und ihren Kontaktdaten suchen.

Kreis-/Ortsverband finden:

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Stadt Wesel
Ortsgruppe
Poppelbaumstraße 26
46483 Wesel
gj@gruene-wesel.de
https://www.gruene-wesel.de/tag/gruene-jugend/
Wuppertal
Friedrich-Ebert-Straße 76
42103 Wuppertal
Jonasloeffler@hotmail.de
http://gj-wuppertal.de/
Wetter
Schöntaler Straße 19
58300 Wetter
gruenejugend@niels-wagener.de
Velbert
Schulstraße 33
42551 Velbert
gruene-jugend@gruene-velbert.de
Städteregion Aachen
Franzstraße 34
52062 Aachen
aachen@gruene-jugend.de
https://www.gjac.de
Remscheid
Konrad-Adenauer-Straße 21
42853 Remscheid
gruene.jugend@gruene-remscheid.de
Kreis Paderborn
Hillebrandstraße 5
33102 Paderborn
buero@gruenejugend-pb.de
https://gruenejugend-pb.de
Kreis Olpe
Winterbergstraße 18
57462 Olpe
mike.warnecke@yahoo.de
Oberhausen
Paul-Reusch-Straße 26
46045 Oberhausen
jugend@gruene-oberhausen.de
Münster
Windthorststraße 7
48143 Münster
kontakt@kaktus-muenster.de
https://www.kaktus-muenster.de
Mülheim
Bahnstraße 50
45468 Mülheim an der Ruhr
jugend@gruene-mh.de
http://gruene-jugend-muelheim.de
Mönchengladbach
Brandenberger Straße 36
41065 Mönchengladbach
gj-mg@web.de
Minden-Lübbecke
Brüderstraße 6
32423 Minden
Märkischer Kreis
58636 Iserlohn
mk@gruene-jugend.de
Lohmar
53797 Lohmar
gj@gruene-lohmar.de
Leverkusen/Rheinisch-Bergischer Kreis
Mülheimer Straße 7a
51375 Leverkusen
vorstand@gj-lev-rbk.de
https://www.gj-lev-rbk.de/
Kreis Wesel
Poppelbaumstraße 26
46483 Wesel
gj@gruene-kv-wesel.de
Kreis Steinfurt
Marktstraße 5
48369 Saerbeck
jungegruenest@gmail.com
Kreis Soest
59555 Lippstadt
gruenejugend.kreissoest@gmail.com
Kreis Siegen-Wittgenstein
Löhrstraße 7
57072 Siegen
post@gruene-jugend-siwi.de
https://www.gruene-jugend-siwi.de/
Kreis Kleve
Hagsche Straße 90
47533 Kleve
buero@gjkreiskleve.de
https://www.gjkreiskleve.de
Kreis Gütersloh
Blessenstätte 23a
33330 Gütersloh
info@gjgt.de
http://gjgt.de
Kreis Euskirchen
Viktoriastraße 5
53879 Euskirchen
mail@gruene-jugend-euskirchen.de
https://www.gruene-jugend-euskirchen.de/
Rheinkreis-Neuss
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Hennef
53773 Hennef (Sieg)
hennefgruenejugend@gmail.com
Hamm
Südstraße 44
59065 Hamm
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Westerbachstraße 34
37671 Höxter
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Gladbeck
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45964 Gladbeck
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Gelsenkirchen
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45879 Gelsenkirchen
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Bielefeld
Grüne Jugend Bielefeld
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33602 Bielefeld
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GRÜNE JUGEND Düsseldorf
Oststraße 41-43
40211 Düsseldorf
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