Das diesjährige Motto des ColognePride 2020 will nicht so recht passen. Das geht nicht nur uns so. Deswegen haben wir uns heute entschlossen, einen offenen Brief an den KLusT e.V. zu schicken. Hier der Wortlaut:

Liebe Mitstreiter*innen,

das Motto „Einigkeit, Recht, Freiheit“ ist auf heftige Reaktionen gestoßen und spaltet die LGBTIQ-Community in Köln, aber auch weit darüber hinaus.

Unserer Ansicht nach ist sowohl das Motto, als auch die offizielle Begründung seitens des KLuST e.V. unverantwortlich in Zeiten von verstärktem Nationalismus und immer noch andauernder Diskriminierung queerer Menschen durch den deutschen Staat.
Wir befürchten, dass für einige Gruppen unter diesem Motto eine Teilnahme unmöglich scheint. In der Vergangenheit ist es gut gelungen, dass sich auf dem CSD in Köln verschiedenste Gruppen gemeinsam im Protest für LGBTIQ-Rechte vereinigt haben. Wir würden es zutiefst bedauern, wenn es dieses Jahr nicht möglich wäre, ein Motto zu finden, mit dem sich alle teilnehmenden Gruppen positiv identifizieren können.

Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass es zeitlich noch möglich ist, das CSD Motto neu zu fassen. Dies wäre auch im Sinne einer breiten Öffentlichkeit in der Community, deren Ziel es vornehmlich seien wird, geschlossen solidarisch auf die Straße gehen zu können. Sollte dieses Motto bestehen bleiben, sähen sich viele von uns gezwungen, ihre Teilnahme zu überdenken.

Solidarische Grüße

Grüne Jugend Köln
Grüne Jugend NRW
Grüne Jugend Bundesvorstand
Linksjugend (Solids) Köln
Jusos Köln
Bündnis90/Die Grünen Köln
Friday’s for future Köln
AQUK (Autonomes Queerreferat Uni Köln)
LSBT* Uni Bonn
LGBT* Referat TH Köln