Aktionstag gegen die Extremismusklausel

Zum Aktionstag für Demokratie erklärt Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Mit der Demokratieerklärung gegen Extremismus, die Voraussetzung für Mittel aus dem Topf des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ ist, werden alle Initiativen, die sich durch ihr zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus auszeichnen, von der Ministerin Schröder unter Generalverdacht gestellt. Anstatt die Demokratie zu stärken und Toleranz zu fördern, werden Initiativen dazu gezwungen, zwischen dem Verzicht auf Mittel des Bundesprogramms und der Unterzeichnung der „Extremismusklausel“ zu entscheiden. Neben dem eigenen Bekennen zur freiheitlich demokratischen Grundordnung müssen die geförderten Initiativen versichern, dass auch alle eingebundenen Partner dies tun.
Generalverdacht und Gesinnungsschnüffeleien sind keine Voraussetzungen eines demokratischen Staates. Zudem ist die Extremismus-Klausel absolut realitätsfern und würde bei konsequenter Umsetzung die wichtige Arbeit gegen Rechtsextremismus massiv behindern. Die GRÜNE JUGEND NRW fordert daher die entsprechenden Klauseln der „Demokratieerklärung“ in den Zuwendungsbescheiden ersatzlos zu streichen.“

Zukunftsfähigen Jugendmedienschutz gemeinsam gestalten!

Nachdem der Entwurf für eine Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags vom Landtag NRW abgelehnt worden ist, wollen wir GRÜNE in einem offenen Prozess in eine neue Debatte über zukunftsfähigen Jugendmedienschutz einsteigen. Deshalb laden wir Sie/ Euch zu einer aktiven Podiumsdiskussion ein.

Freitag, 18. Februar 2011, 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Landtag NRW in Düsseldorf, Raum E3 A02

Kernkraft und ihre Risiken

Wie sehen die Alternativen aus und ist ein Ausstieg realisitisch?

Kernkraft und ihre Risiken

Die Grüne Jugend Königswinter lädt zusammen mit der Fraktione Die Grünen zu einer Diskussion mit MdB Oliver Krischer, Sprecher für Energie und Ressourcen, ein:
Samstag, 15. Januar 2011, Haus Bachem in Königswinter

GRÜNE JUGEND befürwortet JMStV-Ablehnung der NRW-Minderheitsregierung

Der Bundesverband der GRÜNEN JUGEND und die GRÜNE JUGEND NRW sind erfreut über den Beschluss der nordrhein-westfälischen Landesregierung den Jugendmedienschutzstaatsvertrag nicht zu ratifizieren.

Dazu erklären Emily May Büning, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND, und Alexander
Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW:
„Dieser Entschluss ist ein großer Erfolg für die gesamte Netzgemeinde. Der JMStV geht in seiner aktuellen Version weit an der netzpolitischen Realität vorbei und muss grundlegend überarbeitet werden! Wir sind erleichtert, dass die rot-grüne Landesregierung nun ebenso zu dieser Ansicht gekommen ist! Jetzt gilt es allerdings aus vergangenen Fehlern zu lernen und verschiedene netzpolitische AkteurInnen intensiv an der Erstellung einer Neufassung des JMStV zu beteiligen!“

Den letzten Schritt wagen – Jugendmedienschutzstaatsvertrag ablehnen!

Bezüglich der derzeitigen Beratung über die Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrages im Landtag NRW erklären Veith Lemmen, Landesvorsitzender der NRW Jusos und die SprecherInnen der Grünen Jugend NRW, Marie Dazert und Alexander Ringbeck:

„Die Grüne Jugend NRW und die NRW Jusos fordern die Abgeordneten der Regierungskoalition dazu auf, die Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrages abzulehnen.

Wir danken der rot-grünen Landesregierung ausdrücklich dafür, dass sie eine breite und intensive Diskussion über die Folgen und Auswirkungen der Novelle ermöglicht hat. Die öffentliche Anhörung und die Stellungnahmen der Expertinnen und Experten haben uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass dieser Jugendmedienschutzstaatsvertrag die entscheidenden Probleme nicht zufriedenstellend löst und mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

Die Novelle versucht die Jugendschutzmaßnahmen im Bereich von klassischen Medien auf die Gegebenheiten des Internets anzuwenden. Die angekündigte Altersklassifizierung ist für die dynamischen Inhalte im Internet schlicht nicht umsetzbar. Große Konzerne werden im Falle der Ratifizierung ihre Marktmacht weiter ausbauen, Medien- und Meinungsvielfalt werden auf der Strecke bleiben. Die Frage der Förderung von Medienkompetenz bleibt weitestgehend unbeantwortet.

Ohne Landtagsmehrheit hat Rüttgers den Entwurf im Juni unterschrieben, als er nur noch geschäftsführend im Amt war. Eine starke Regierungskoalition muss diesen Vertrag nun selbstbewusst ablehnen und eine Neuverhandlung anstreben!“