Unsere dreitägige Sommer-Landesmitgliederversammlung (LMV) vom 02. bis 04. Juli unter dem Motto „Gerechter vorankommen – für einen Verkehr, der alle mitnimmt!“ ging heute zu Ende. Unser Fazit: Verkehrspolitik ist Gerechtigkeitspolitik. Zeit ist leider für die meisten Menschen immer (noch) Geld – wer lange zum Arbeits- oder Ausbildungsort braucht, hat faktisch weniger vom Tag. Wer nach der Schule nicht von flexiblen und wohlhabenden Erziehungsberechtigten zu Freund*innen oder zum Musikunterricht und wieder zurückgefahren werden kann, der*die verpasst was.

Wer in der Krise in überfüllten Bussen und Bahnen pendeln muss, ist einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Wie also können wir Mobilität für alle gestalten – unabhängig von Geldbeutel, Alter oder Wohnort? Dieser Frage widmeten wir uns in Anträgen, aber auch im gewohnten Rahmenprogramm zur politischen Bildung und Vernetzung.

Mehr Infos zu Wahlen, Anträgen und Rahmenprogramm.

Nicola Dichant, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Nordrhein-Westfalen, zur LMV:

„Mobilität muss für alle Menschen gleich möglich sein. Ob auf dem Land oder in der Stadt, guter und kostenloser ÖPNV dürfen keine Utopie bleiben. Die Klimakrise können wir nur mit der Verkehrswende aufhalten. Außerdem fordern wir: die Städte denen, die in ihnen wohnen. Zu lange wurden Städte um das Auto herum gebaut und nicht für die Menschen. Queerfeministische Stadtplanung sorgt dafür, dass sich alle Menschen wohlfühlen, Platz zum Leben und Arbeiten haben und ermöglicht Orte der Begegnung.“

Frederik Paul Antary, Landessprecher der GRÜNEN JUGEN NRW, ergänzt mit Blick auf das geplante Landesversammlungsgesetz:

„Nicht nur Mobilitätspolitik wird auf der Straße gemacht, sondern jede Politik. Für uns ist klar, dass der Protest gegen die schwarz-gelben Vorhaben zur Schwächung der Zivilgesellschaft weitergehen muss.“