Gender Budgeting

Die Grüne Jugend NRW beauftragt den Vorstand der Grünen Jugend NRW mit folgender
Aufgabe:

Der Vorstand entwickelt einen Antrag zur nächsten Landesmitgliederversammlung.
Mit diesem Antrag soll ein sogenanntes Gender Budgeting eingeführt werden. Das
heißt, die Überprüfung aller Posten im Haushalt und aller Finanzbeschlüsse auf
ihre geschlechtsspezifischen Auswirkungen für die Gruppe der Frauen, inter*,
nichtbinären, trans* und agender Personen (im weiteren geschlechtsspezifische
Auswirkungen genannt) hin.Zusätzlich soll der Vorstand überlegen und beantragen
welche Personengruppe diese Überprüfung in Zukunft durchführen soll.

Bevorzugt ein Posten im Haushalt oder ein Finanzbeschluss Mitglieder, die nicht
FINTA* sind, so muss dies durch einen oder mehrere andere Posten beziehungsweise
Finanzbeschlüsse ausgeglichen werden, die FINTA* in gleichem oder höherem Maße
bevorzugen.

Die Höhe dieser geschlechtsspezifischen Auswirkungen wird regelmäßig, aber
spätestens alle zwei Monate von de Schatzmeister*in oder einem anderen Mitglied
des Vorstandes den Mitgliedern mitgeteilt.

Insbesondere soll der Vorstand hier beachten, dass auch die
geschlechtsspezifischen Auswirkungen einerseits auf Frauen und andererseits auf
inter*, nichtbinäre, trans* und agender Personen unterschieden werden.

Die Landesmitgliederversammlung und der Vorstand sind als Organe für die
geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Haushaltes und der Finanzbeschlüsse
verantwortlich.

Zusätzlich soll der Antrag auch die Fristen beinhalten, nach denen die
geschlechtsspezifischen Auswirkungen von der Personengruppe eingeordnet sein
müssen und wie oft der Vorstand diese Auswirkungen veröffentlicht. Außerdem
welche Gremien die Einordnung dieser Personengruppe widerrufen können.

Als geschlechtsspezifische Auswirkungen gelten nur unmittelbare und mittelbare
Bevorzugung und Benachteiligung. Ob ein Posten im Haushalt oder ein
Finanzbeschluss geschlechtsspezifische Auswirkungen hat und wie groß diese sind,
entscheidet der Arbeitsbereich Gleichstellung. Diese Entscheidung fällt der
Arbeitsbereich Gleichstellung regelhaft innerhalb eines Monats, spätestens aber
nach zwei Monaten.

Im Antrag sollte auch gefordert werde, wie oft der Vorstand hierzu Rechenschaft
ablegt.

Kann der Arbeitsbereich Gleichstellung keine Entscheidung innerhalb dieser Zeit
fällen, dann wird dies dem Vorstand gemeldet und bei der nächsten
Landesmitgliederversammlung automatisch ein FINTA*-Forum einberufen, welches
diese Entscheidung dann übernimmt. Alle diese Entscheidungen sind zu
protokollieren und können nur durch ein FINTA*-Forum widerrufen und angepasst
werden.

LMV Bildungs-Afterglow

Am Sonntag, den 29. November, startet unser LMV Bildungs-Afterglow mit vier tollen Angeboten. Meldet euch an!

 

11 bis 13 Uhr | Kapitalismus und Krise

Krisen über Krisen und kein Ausweg in Sicht?

Die letzten Jahre waren von Krisen geprägt. Immer deutlicher wird, dass wir so, wie wir jetzt leben, nicht auf Dauer weiterleben können. Eisberge schmelzen, Arten werden ausgelöscht und die Erde wird immer heißer. Alle reden von der Krise des Gesundheitssystems aber niemand tut etwas dagegen. Aus kaputtgesparten Krankenhäusern werden die Leichen transportiert. All das ist kein Zufall, kein unberechenbares Unglück.

Doch woher kommen diese Krisen? Was löst sie aus? Und wie können wir ihnen entkommen? Auf diese Fragen wollen wir im Workshop eingehen. Er ist offen für alle und einsteiger*innenfreundlich.

Mit Klara Sendelbach

Meldet euch hier an.

 

11 bis 13 Uhr | Agenda 2010 – Armut per Gesetz

Die Agenda 2010 ist der Beweis dafür, dass nicht alles, was gut für die Wirtschaft ist, automatisch gut für die Menschen ist. Um „Wettbewerbsfähigkeit“ zu sichern wurde das soziale Sicherungsnetz gelockert, Arbeitnehmer*innenrechte abgebaut und der größte Niedriglohnsektor Europas geschaffen.

Die Folgen dieser Politik waren und sind verheerend: Immer mehr Menschen verdienen in ihrer Arbeit so wenig, dass sie trotzdem in Armut leben, Hartz4 ist so niedrig, dass man von einer Grundsicherung kaum reden kann und Alterarmut ist für viele Menschen, vor allem Frauen, die Aussicht. Wenn jede 6. Person in Deutschland in Armut lebt, dann braucht es Veränderung! In dem Workshop werfen wir einen Blick zurück auf die Entstehung der Agenda 2010 und ordnen sie in die Gesamtgesellschaftliche Entwicklung des Neoliberalismus ein. Gemeinsam wollen wir darüber diskutieren, wie eine Politik ausgestaltet werden muss, die niemand in Armut zurück lässt.

Mit Sarah-Lee Heinrich

Meldet euch hier an.

 

14 bis 16 Uhr | Gesellschaftsrelevant

Warum bessere Arbeitsbedingungen nicht erklatscht sondern erkämpft werden müssen: Die Coronakrise stellt nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen dar, sondern verschärft bestehende gesellschaftliche Probleme massiv. Doch auch wenn gesellschaftsrelevante Berufe wie die Pflege von Alten und Kranken mehr Aufmerksamkeit bekommen und fleißig beklatscht werden, werden die schlechten Arbeitsbedingungen dort nur noch schlechter.

Doch warum sind gerade Berufe, die für das gesellschaftliche Zusammenleben so relevant sind so schlecht bezahlt? Warum werden diese Berufe vorrangig von Frauen ausgeübt? Und welche politischen Ziele leiten sich für uns als linke Jugendorganisation daraus ab?

Mit Jonathan Thurow

Meldet euch hier an.

 

14 bis 16 Uhr | Neoliberalismus

Beschreibung folgt.

Mit Lena Beier

Meldet euch hier an.

Landesmitgliederversammlung, 28. November 2020

Die aktuelle Lage um Corona hat das Jahr 2020 bestimmt. Und auch das Jahr 2021 wird von der Pandemie geprägt sein. Im letzten Jahr haben wir an vielen Stellen Stellschrauben drehen müssen, um den Verband so schnell wie mögliche krisenfest zu machen. Wir müssen jetzt den Blick in die Zukunft richten und neue Möglichkeiten für uns und unsere Arbeit entwickeln.

Die Landesmitgliederversammlung (LMV) ist das höchste beschlussfassende Gremium der GRÜNEN JUGEND NRW. Dieses Mal werden wir einen neuen Landesvorstand, Rechnungsprüfer*innen sowie die Redaktion unserer Mitgliederzeitschrift krass wählen sowie Nachwahlen im Landesschiedsgericht durchführen. Außerdem wählen wir auch das erste Mal im Präferenzwahlsystem die Delegation zum Länderrat der GRÜNEN JUGEND. Außerdem werden dort Anträge diskutiert und abgestimmt, die unsere Positionen bestimmen. Wenn du Mitglied der GRÜNEN JUGEND NRW bist, kannst du all das mitbestimmen!

Im Laufe der Kalenderwoche 41 bekommen alle Mitglieder auch eine offizielle Einladung zur LMV und das AntragsGrün wird online gehen, wo ihr eure Anträge hochladen könnt.

Fristen:
Satzungsänderungsfrist: 17. Oktober
Antragsfrist: 22. November
Bewerbungen für die Länderratsdelegation: 25. November
Änderungsanträge: 28. November, 9.59 Uhr (vorbehaltlich)

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird die LMV wieder eintägig und ohne Übernachtung stattfinden.

Alle Infos zur LMV sowie die Online-Anmeldung findet ihr hier.

Wie ticken US-Wahlen?

Die kommenden US-Wahlen sind historisch! Sie entscheiden in welche Richtung das vermeintliche „Land of the Free“ sich in den nächsten vier Jahren entwickelt. Doch wie laufen US-Wahlen wirklich ab? Was für Tücken und Ungerechtigkeiten liegen im System? Ist die USA wirklich das „Land of the Free“, oder hat der American Dream sich schon lange ausgeträumt? Wie demokratisch ist es überhaupt..? Ein informatives online Seminar mit Amerikanist*innen und gemeinsames Entdecken des ungeschönten Amerikas.

 

  • Datum:  – 

 

Das Online Seminar findet auf Englisch statt.

Eine Veranstaltung mit 💚 vom Arbeitskreis Europa und Globales.

Hier geht es zur Anmeldung.

Treffen der jungen kommunalen Mandatsträger*innen

Über 100 jung-grüne Menschen werden ab November in den Räten und Bezirksvertretungen in ganz NRW sitzen. Wir möchten uns gerne mit euch über diese neue Situation austauschen und den Blick auf die nächsten 5 Jahre richten.

Auch eine neue Situation ist die Tatsache, dass in vielen Städten die AfD in Fraktionsstärke in den Räten vertreten ist. Deswegen haben wir uns Anika Taschke eingeladen, welche im April 2019 zusammen mit Tilo Giesbers die Publikation „Rät*innen gegen Rechts – Umgang mit Rechten in kommunalen Gremien“ veröffentlicht hat. Anika ist Referentin für Zeitgeschichte und historisch-biographisches Lernen bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und wird einen Workshop über den Umgang mit der AfD halten.

 

  • Datum:  – 

 

Ablauf

11.00 – 11.30 Uhr: Begrüßung & Kennenlernen
11.30 – 12.30 Uhr: „Ein Netzwerk aufbauen“
12.30 – 13.00 Uhr: Die GRÜNE JUGEND in den Räten – Was wir wollen, wer wir sind
13.00 – 14.00 Uhr: Pause
14.00 – 16.00 Uhr: Workshop „Umgang mit der AfD“ mit Anika Taschke

Wir stellen uns ganz entschieden dagegen, denn unser Kampf ist und bleibt antifaschistisch – auch in der Kommune!

Hier geht es zur Anmeldung.